Chronik

Feuerwehren wollen nach Todesfall weiter auf Hebebühnen üben

Hebebühnen müssten auch beübt werden, sagt Landesfeuerwehrkommandant Leopold Winter. Vor dem Ende der Ermittlungen möchte er keine vorschnellen Schlüsse ziehen.

Nach dem Unglück in Golling, bei dem ein Feuerwehrmann einen tödlichen Stromschlag erlitt, gibt es Sicherheitsdebatten. SN/anton prlic
Nach dem Unglück in Golling, bei dem ein Feuerwehrmann einen tödlichen Stromschlag erlitt, gibt es Sicherheitsdebatten.

Nach einem tödlichen Unfall mit einer Feuerwehr-Hebebühne vor gut zwei Wochen in Golling ist der Vorfall nach wie vor Gesprächsthema bei Feuerwehrveranstaltungen im Bundesland Salzburg. Wie berichtet, war bei der Sicherheitsolympiade des Zivilschutzverbands ein 45-jähriger Feuerwehrmann mit einer Hebebühne zu nahe an eine Hochspannungsleitung gefahren und hatte einen tödlichen Stromschlag erlitten. Sechs Kinder befanden sich mit im Korb und überstanden den Vorfall ohne schwere Verletzungen.

Laut Salzburgs Landesfeuerwehrkommandant Leopold Winter wird auch im Feuerwehrverband intensiv über den Vorfall gesprochen. Konkrete Maßnahmen möchte man wegen des Vorfalls vorerst aber noch nicht ergreifen. "Jetzt müssen wir einmal die offiziellen Erhebungen abwarten, sonst kann alles, was wir jetzt beschließen, in eine falsche Richtung gehen."

Prinzipiell gebe es für alle Maschinisten der freiwilligen Feuerwehren eine intensive Ausbildung. "Dort bekommen alle Feuerwehrleute das Rüstzeug, um auch die Hebebühnen zu bedienen. Unsere Leute werden in der Feuerwehrschule gut ausgebildet. Derzeit haben wir keine Hinweise, dass an der Ausbildung etwas nicht passen würde."

Gegen das Befördern von Personen in den Feuerwehr-Hebebühnen spreche auch bei Übungen prinzipiell nichts. "Es gibt bei uns keine Dienstanweisung, laut der das verboten wäre. Eine Hebebühne ist ja auch ein Einsatzgerät, das beübt werden muss. Im Ernstfall werden damit ja auch Personen aus Gebäuden gerettet, das gehört auch geübt."

Von dem Vorfall in Golling sei er auch persönlich sehr getroffen. "So etwas Tragisches habe ich noch nicht erlebt. Man muss sich vorstellen: Da opfert jemand seine Freizeit, um jungen Menschen etwas zu zeigen, und dann passiert so etwas."

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