Chronik

Filmfestival mit Premieren im "Leuchtturm"

Das vergangene Filmfestival brachte neben einem Besucherrekord auch Hauptdarsteller, Regisseure und Produzenten nach Radstadt.

Der Hauptdarsteller des Films „Der Trafikant“, Simon Morzé, war bei der Eröffnung des Filmfestivals in Radstadt zum Gespräch persönlich anwesend. SN/sw/riedler
Der Hauptdarsteller des Films „Der Trafikant“, Simon Morzé, war bei der Eröffnung des Filmfestivals in Radstadt zum Gespräch persönlich anwesend.

Was das Thema Film anbelangt, so ist Radstadt gut aufgestellt, es habe mit dem neuen Kino im Turm sogar eine "Leuchtturm-Funktion", war man sich bei der Eröffnung des 17. Filmfestivals einig: 27 Filme, davon neun Salzburg Premieren und drei Österreich Premieren bei 40 Vorführungen an fünf ausgefüllten Tagen, brachten mehr als 2000 Besucher und Besucherinnen ins Zeughaus am Turm.

Im Dachgeschoss bietet man dort nun mit digitaler Abspielanlage und vollprofessioneller Akustik im ehemaligen Proberaum der Stadtmusikkapelle spannende Kinoerlebnisse. "Ein bissl was geht bei uns immer noch, vor allem bei den Zuschauerzahlen", so Organisatorin Elisabeth Schneider, vom Kulturkreis "Das Zentrum".

Ausverkauft war unter anderem der Eröffnungsfilm "Der Trafikant", eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Robert Seethaler. Dem Team um Elisabeth Schneider gelang es nicht nur die Anzahl der Besucher zu steigern, sondern wieder einmal Hauptdarsteller, Regisseure und Produzenten der gezeigten Filme nach Radstadt zu holen. Hauptdarsteller Simon Morzé, bekannt aus Serien wie "Schnell ermittelt", "SOKO Kitzbühel" oder "Die Toten vom Bodensee" und die Produzenten von Epo-Film, Jakob und Dieter Pochlatko, stellten den Eröffnungsfilm "Der Trafikant" vor.

Radstadt zeigte wieder einmal gutes Kino fernab von Popcorn-Kultur. Neben beeindruckenden Filmen gab es in diesen intensiven Filmtagen das Beste, das Kino zu vermitteln mag: gemeinsames Lachen, gemeinsame Betroffenheit, geteilte Freude, Begegnungen, angeregte Gespräche und Diskussionen.

Bgm. Josef Tagwercher (ÖVP) lobte bei der Eröffnung die Arbeit der Kulturschaffenden und meinte ob der ganzjährig gut besuchten Vorstellungen, dass "der Neubau dort eine der besten Investitionen war." Knapp nicht geschafft hätte man die neue Bestuhlung und die Erschließung der Barrierefreiheit des Gebäudekomplexes sei der nächste Schritt einer Investition.

Das Radstädter Filmpublikum vergab den Publikumspreis an den Dokumentarfilm "Das versunkene Dorf" und an den Spielfilm "Gegen den Strom".

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