Chronik

Finanz um eine Million Euro geprellt? Arzt in Salzburg vor Gericht

Wegen Verdachts der gewerbsmäßigen Abgabenhinterziehung steht am Freitag ein im Flachgau wohnhafter Facharzt am Landesgericht vor einem Schöffensenat (Vorsitz: Richter Philipp Grosser). Mitangeklagt wegen angeblicher Beitragstäterschaft zur Abgabenverkürzung ist ein Tiroler Steuerberater.

Symbolbild.  SN/apa
Symbolbild.

Sowohl der Mediziner (Verteidiger: RA Franz Essl) als auch der Steuerberater (Verteidiger: RA Leopold Hirsch) wiesen im Vorverfahren die Vorwürfe zurück.

Konkret wird dem Arzt angelastet, von 2009 bis 2014 die Finanz durch jeweils unrichtige Einkommenssteuererklärungen um insgesamt 942.000 Euro geprellt zu haben. Der Steuerberater wiederum soll die Erklärungen beim zuständigen Finanzamt eingereicht haben, obwohl er gewusst habe, dass diese unrichtige Angaben beeinhalten würden.

Der Mediziner leitet eine Abteilung in einer Privatklinik und ist zudem Gründer, Gesellschafter und Betreiber einer eigenen kleinen Spezialklinik. Der Anklage zufolge hätte er auf Basis einer Vereinbarung seine Einkünfte aus der Tätigkeit für die Privatklinik selbst versteuern müssen - und zwar über die von ihm parallel geführte Spezialklinik. Dies sei laut Staatsanwaltschaft nicht erfolgt.

Laut Verteidiger Franz Essl habe sein Mandant inzwischen mit dem Finanzamt einen Generalvergleich abgeschlossen, wonach sich der Arzt verpflichtete, insgesamt 370.000 Euro zurückzuzahlen.

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