Chronik

Fischen und forschen an der Salzach

Biologieunterricht einmal anders: Die 3d-Klasse des Christian-Doppler-Gymnasiums rückte unter Anleitung des Fischereivereins Salzburg zur limnologischen Exkursion an das Salzachufer aus.

Was sich in ein paar Millilitern Wasser alles findet: durchsichtige Fadenwürmer, Eintags- und Köcherfliegenlarven, winzige Muschelkrebse und mehr. Leonita, Kerstin, Christina, Vanessa und Anja sitzen an den Stereolupen und untersuchen die Wasserproben aus der Salzach.

Laborunterricht bei der Exkursion

Mitgebracht hat diese Herwig Geroldinger, Obmann des Fischereivereins Salzburg und gleichzeitig Kunsterzieher im Christian-Doppler-Gymnasium. Seine Kollegin Monika Pöcklhofer, Biologielehrerin und Klassenvorstand der 3d-Klasse, hat daher hocherfreut das Angebot "Fischen und Forschen" aufgegriffen. "Auf unserem Lehrplan in Biologie steht auch Laborunterricht, deshalb trifft es sich so gut, dass uns die Salzburger Fischer hier kostenlos so vieles über das Fischen, die Natur, das Wasser oder das Fliegenbinden beibringen", erklärt sie.

Fliegenbinden nach dem Vorbild der Natur

Nebenan schauen ihre Schüler Franz Xaver Ortner beim Fliegenbinden über die Schulter. "So lernen die Kinder auch diverse Insekten, die Beutetiere der Fische, kennen, die wir so naturgetreu wie möglich nachbilden. Das Binden kann jeder mit ein wenig Übung lernen", behauptet er. Fernando bezweifelt das, aber seinem Kollegen Arijan gefällt es. "Es ist wahrscheinlich mühsam und man braucht sicher Konzentration und Geduld, aber ich möchte es vielleicht ausprobieren."

Währenddessen ist die andere Klassenhälfte unten an der Salzach und macht erste Gehversuche im Angeln bzw. Fliegenfischen. Tommy, Marx und Markus versuchen mit Schmelzkäse als Köder ihr Glück. "Damit lässt sich jeder fangen", weiß Fischer Manfred Folie. "Es macht Spaß, aber man braucht Geduld und Ruhe", sind sich die drei einig. Das Anglerglück blieb ihnen jedoch verwehrt.

Besser erging es Özgür, bei dem gleich eine 35 Zentimeter große Regenbogenforelle angebissen hat. "So schwierig war es nicht, aber beim Herausziehen musste mir der Fischer helfen, weil das Wasser so trüb ist", erzählt er. Auch Lena hatte einen Fisch an der Angel, aber den hat sie ebenso wieder in die Freiheit entlassen wie ihr Klassenkamerad Özgür.

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