Chronik

Flachau investiert kräftig für die Jüngsten

In Reitdorf soll in Kürze ein gemeinsamer Kindergarten und in Flachau eine gemeinsame Volksschule gebaut werden.

Die Gemeindevertretung in Flachau hatte bereits im Vorjahr beschlossen, dass es künftig nur mehr einen Kindergarten und eine Volksschule in der wachsenden Gemeinde geben soll. Bislang ist sowohl im Ortsteil Reitdorf und in Flachau je ein Kindergarten und eine Schule. Diese Gemeindeentscheidung sorgte - die PN berichteten - für heftige Diskussionen, es folgte der Rücktritt zweier ÖVP-Gemeindevertreter und eine Unterschriftenaktion. Kürzlich organisierte die Gemeinde eine öffentliche - im Internet übertragene - Diskussion mit Beteiligten und Experten zur Angelegenheit.

Die darauf folgende Entscheidung fiel eindeutig aus: In Reitdorf soll in Kürze ein gemeinsamer Kindergarten und in Flachau eine gemeinsame Volksschule gebaut werden.

"Wir hoffen, dass die gröbsten Sorgen und Ängste auch durch die Diskussionen und Expertenmeinungen aus der Welt geschafft wurden", betont Bürgermeister Thomas Oberreiter (ÖVP). Die Inhaber der Architekturbüros Thalmeier und LP Architektur, nämlich Tom Lechner und Karl Thalmeier, stellten die konkreten Planstudien vor.

Thalmeier, der etwa jüngst die Volksschule in Großarl geplant hatte: "Heute werden Schulen anders als in der Vergangenheit gebaut. Wir schauen darauf, dass alle pädagogischen Konzepte dort umgesetzt werden können, sei es Frontalunterricht oder Unterricht in Kleinstgruppen." In der Volksschule in Flachau gebe es bereits jetzt einen großen Turnsaal, dieser könne weiterhin genützt werden. Es sei eine Entscheidung, die einfach auch nach Abwägung aller Kosten sinnvoll sei, betont Bgm. Thomas Oberreiter (ÖVP), genauso wie die Gemeindevertreter aller Fraktionen. Die alten Baukörper der derzeitigen Schule bzw. des Kindergartens in Flachau sollen für das künftige Projekt erhalten bleiben. Ein Zubau in Holz verbindet künftig die beiden Gebäude der bestehenden Volksschule und des Kindergartens und schafft somit zusätzliche Räumlichkeiten, auch für die Errichtung einer Vorschulklasse. Die Kosten liegen für den Schulumbau bei netto 3,648 Mio. Euro.

Der Standort Reitdorf sei nach allen Studien für einen zukunftsweisenden Kindergarten mit Kleinkindgruppen besser geeignet, so Tom Lechner von LP Architektur. Dort sollen Altbestände wie ein in die Jahre gekommener Turnsaal abgerissen werden. "Holz erzeugt eine behagliche Atmosphäre. Gerade Kinder sind auf Materialien sehr sensibel. Wir schaffen so keine sterilen, sondern sinnliche Oberflächen", erklärt Architekt Lechner.

Vor allem im Kindergarten in Reitdorf würden die Räumlichkeiten derzeit aus allen Nähten platzen. Mit den Neubauten wird künftig ausreichender Raum für die Kleinsten entstehen: "Die Platznot im Kindergarten war eine drängende Herausforderung und Grund für diese neuen Pläne. Ich möchte keine langen Wartelisten für Kindergartenplätze haben", so der Bürgermeister. Die Kosten für den neuen Kindergarten liegen bei netto 3,36 Mio. Euro.

Das Verkehrskonzept für die Standorte demonstriert eine sichere Beförderung. Die Kinder sollen für die künftigen Wege die derzeit bereits vorhandene Schul- bzw. Kindergarten-Busverbindung nützen, "es soll kein zusätzlicher Verkehr entstehen".

Die modernen Neubauten an beiden Standorten mit etwas über acht Millionen Euro Gesamtkosten garantieren qualitätsvolle und barrierefreie Räumlichkeiten. "Sie schaffen Platz für eine optimale pädagogische Betreuung und für das gemeinsame Heranwachsen der Kinder der Gemeinde für die nächsten 30 Jahre."

Nun werde gut ein Jahr geplant, so Oberreiter. Die Bauzeit soll möglichst kurz gehalten werden "und sollte vor allem während der Ferienzeit erfolgen". Die Gemeinde rechnet mit einer Fertigstellung im Herbst 2022.

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