Chronik

Flachgauer Teenager fesselte seine eigene Mutter: Prozess in Salzburg

Der zur Tatzeit 17-jährige Angeklagte zeigte sich laut Staatsanwalt im Verfahren im wesentlichen tatsachengeständig. Nach dem Anklagevortrag wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Lehrling erhielt schließlich eine bedingte Haftstrafe sowie eine unbedingte Geldstrafe (rechtskräftig).

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Ein 18-Jähriger Salzburger, der seine Mutter mit einem Klebeband an Händen und Füßen gefesselt und ihr mit dem Panzertape auch den Mund zugeklebt haben soll, hat sich am Dienstagnachmittag vor einem Schöffensenat am Landesgericht Salzburg verantworten müssen. Dem bisher unbescholtenen Burschen, der zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt war, wurde Freiheitsentziehung, gefährliche Drohung und Sachbeschädigung vorgeworfen.

In seinem Anklagevortrag erklärte der Staatsanwalt, dass der Beschuldigte im Wesentlichen tatsachengeständig sei. Danach wurde die Öffentlichkeit auf Antrag des Verfahrenshelfers von der Verhandlung zur Wahrung des höchstpersönlichen Lebensbereiches des Lehrlings ausgeschlossen.

Der Vorfall soll sich am 30. August 2020 in der gemeinsamen Wohnung von Mutter und Sohn im Bezirk Hallein zugetragen haben. Der Anklage zufolge habe der Bursch zuvor etwas getrunken und sei mit dem Auto von zu Hause weggefahren. Als er nach telefonischer Aufforderung der Mutter wieder zurückgekehrt sei, soll er nach den Worten, er sei krank und zeige nun, wer er wirklich sei, die Mutter gefesselt haben. "Er hat sie in Todesangst versetzt", sagte der Staatsanwalt.

In dem Verfahren werde es vor allem darauf ankommen, was man für den Beschuldigten tun könne, damit so etwas nicht mehr passiert. Die Frau sei über einen Zeitraum von 45 Minuten gefesselt gewesen. "Er hat seiner Mutter besondere Qualen zugefügt", warf der Staatsanwalt dem Angeklagten vor. Der Teenager soll auch Drohungen ausgesprochen und gegen die Türen von zwei Nachbarinnen getreten haben.

Am frühen Abend wurde der inzwischen 18-jährige Angeklagte im Sinne der Anklage schuldig erkannt. Das bereits rechtskräftige Urteil: Acht Monate bedingte Haft sowie eine unbedingte Geldstrafe in Höhe von 1680 Euro. Zudem erhielt er von Richter Thomas Tovilo-Moik die Weisung, sich Alkohol fernzuhalten und eine Psychotherapie zu absolvieren.

Quelle: APA

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