Chronik

Fließender Verkehr ist ihr gemeinsamer Arbeitsauftrag

Ferienzeit ist Reisezeit. An der Mautstelle in St. Michael ist man für den Ansturm zur Hauptreisezeit gewappnet. 73 Personen ermöglichen dort eine Abfertigung rund um die Uhr.

Stolz berichtet Mautstellenleiter Knud Ulrich über die neue Strukturierung der Mautstelle St. Michael. Von April bis Juni wurden die notwendigen Arbeiten erledigt. "Die Fächereinteilung - von Norden kommend - beginnt jetzt schon rund 400 Meter vor der Mautstelle. Das ermöglicht für die Verkehrsteilnehmer eine frühere Orientierung und eine kontinuierliche sowie zügige Anfahrt zu den Mautkabinen", sagt der 51-Jährige.

In diesem Bereich wurden auch neue Bodenmarkierungen angebracht. Ob die Adaptierungen helfen, will man an den vier Test-Samstagen, beginnend ab kommendem Samstag, sehen. "In puncto Staumanagement werden einige Maßnahmen getestet. Die Einhausung in Oberweißburg wird durchgestaut. Um das Risiko zu minimieren, wird die Geschwindigkeit reduziert und es werden weitere Sicherheitsmaßnahmen getroffen."

Was geschieht in Zederhaus? "Die Autobahnabfahrt wird nicht gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden mit Hinweisen informiert, dass an diesen Tagen nur Ziel- und Quellverkehr erlaubt ist." Nach der Evaluierungsphase sollen die Maßnahmen für eine künftige Umsetzung ausgewertet werden. "Ziel ist ein geordneter Verkehrsfluss auf der gesamten A 10."

Generell zählen an der Mautstelle St. Michael 24 Personen zum Stammpersonal. In der Hauptsaison werden 73 Personen benötigt. "In der Hauptsaison wird die Abfertigung 24 Stunden, sieben Tage die Woche sichergestellt. Das restliche Personal organisieren wir uns durch Ferial- und Saisonkräfte." Ab 18 Jahren werden sie angestellt. "Sie sollten mit Geld umgehen können, flexibel, verantwortungsbewusst und freundlich sein."

Mit dem Projekt "Mautstelle der Zukunft" werden Mautangestellte auch in andere Bereiche eingebunden. "Wenn es die Frequenz zulässt, werden frei werdende Ressourcen genutzt", sagt Ulrich. Dienstaufsichten sind direkt mit der ASFINAG-Überwachungszentrale in Oberweißburg in Kontakt. "Dadurch können Frequenzen zur besseren Planung erfragt werden. Entscheidend ist die richtige Personaleinteilung zur richtigen Zeit. Auf Basis der erwarteten Frequenzen wird die Spureinteilung geplant." Zu Ostern und Pfingsten gab es aufgrund der späteren Termine eine Frequenzsteigerung von 35 und 40 Prozent zum Vorjahr. 7,8 Millionen Abfertigungen waren es an der Mautstelle St. Michael 2018 gesamt, 1,3 Millionen allein im August. "60 Prozent nutzen mittlerweile Videomaut oder Mautautomat. Generell gibt es jährlich eine Frequenzsteigerung von drei bis vier Prozent."

Wie sieht das Verkehrsmanagement der Zukunft aus? "Der Mensch ist immer noch schneller als der Automat. Auch wenn es immer mehr in die Digitalisierung geht. Digitalisierte Produkte helfen uns bei der Durchfahrtsmenge pro Stunde. Verkehrsteilnehmer bezahlen dabei online ihre Maut und nutzen danach unkompliziert die Videomaut."

Neben der Fächererweiterung wird im Herbst in diesem Bereich eine der größten LED-Überkopfanzeigen Österreichs errichtet. "Es geht um direkte Kommunikation mit den Verkehrsteilnehmern. Dadurch können wir unsere Kunden situativ lenken. Videomaut funktioniert übrigens auf allen geöffneten Mautspuren. Ausnahme ist die Lkw-Spur."

Aufgerufen am 24.08.2019 um 09:03 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/fliessender-verkehr-ist-ihr-gemeinsamer-arbeitsauftrag-73272373

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