Chronik

Föhnsturm und starker Regen treffen auf Süden Salzburgs

Orkanböen von bis zu 130 km/h treffen in der Nacht zum Dienstag auf Salzburg. Im Oberpinzgau und Lungau werden weitere starke Regenfälle erwartet.

Symbolbild SN/robert ratzer
Symbolbild

Ein Föhnsturm wird den Süden Salzburgs in der Nacht zum Dienstag erreichen. Betroffen ist vor allem die Region zwischen Krimml (Pinzgau) und Hüttschlag (Pongau). Laut Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erreichen die Windböen bis zu 130 km/h, der Höhepunkt des Sturms wird zwischen 20 Uhr und 6 Uhr früh erwartet. Erst in den Morgenstunden wird eine Entspannung der Situation erwartet.

Warnstufe Rot gilt von Krimml bis Uttendorf, im Rauriser Tal, Gasteinertal und Hüttschlag-Großarl. Hier werden die Windböen bis zu 130 km/h erreichen.

In diesen Regionen wird vom Katastrophenschutz des Landes Salzburg der Bevölkerung empfohlen, Folgendes zu beachten:

  • Lose Gegenstände wegräumen oder befestigen, dazu gehören Terrassen- und Balkongarnituren, Blumentöpfe etc.
  • Fenster- und Rollläden schließen
  • Autos in Garagen abstellen
  • Nicht im Freien aufhalten
  • Keine Spaziergänge in Parks oder im Wald
  • Keine Reparaturarbeiten während der Sturmspitzen
  • Vorsicht im Straßenverkehr, insbesondere beim Überholen
  • Radio und Fernseher einschalten für weitere Informationen
  • Auf Stromausfälle mit Taschenlampen und Kerzen vorbereiten

Weitere starke Niederschläge im Oberpinzgau und Lungau

Derzeit ist die Hochwasser-Lage entspannt. Im gesamten Bundesland ist es zu Rückgängen der Pegelstände gekommen. In den Abendstunden werden aber vor allem im Lungau und im Oberpinzgau heftige Regenfälle und damit Pegelstände im oder sogar über dem Bereich der Warngrenze erwartet. Die Feuerwehren sind in Einsatzbereitschaft. Einem Feuerwehrsprecher zufolge könnte es bei Windböen bis 130 km/h zur Abdeckung von Dächern, zum Umstürzen von Bäumen und - teils damit verbunden - zur Beschädigung von Stromleitungen kommen.

Für die nächsten 24 Stunden sind regionale Niederschlagshöhen von bis zu 80 Millimeter vorhergesagt. Ursache sind nach wie vor die Regenfelder in Oberkärnten, die von Süden her vereinzelt über den Alpenhauptkamm reichen. In den vergangenen 30 Stunden sind beispielsweise in Kolm Saigurn mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Oberpinzgau: Pegelstände deutlich über Warngrenze

An der Mess-Station Salzach/Mittersill werden Pegelstände deutlich über der Warngrenze erwartet. Aus derzeitiger Sicht ist aber mit keiner akuten Gefährdung zu rechnen. Die Feuertaufe steht der neuen Hubbrücke in Mittersill bevor. Ab einem Pegelstand von 4,70 Metern wird sie angehoben. Dieser wird laut meteorologischem Dienst erreicht. Im Falle des Falles sollen so Verklausungen und ein über die Ufer treten des Flusses vermieden werden.

Die Salzburg AG senkt im Staubereich der Salzachkraftwerke im Pongau den Wasserpegel um zwei Meter bis zum freien Durchfluss ab. Diese verpflichtende Staulegung erfolgt als Vorsorgemaßnahme. Die Dauer der Staulegung ist voraussichtlich bis mindestens Freitag geplant.

Im Lungau muss mit kleinräumigen Überflutungen gerechnet werden

Die ursprünglich sehr hohen Prognosen für den gesamten Lungau wurden im Laufe der vergangenen 24 Stunden nach unten korrigiert. An den großen Gewässern des Lungau (Mur, Taurach) werden selten hohe Wasserführungen erwartet, prognostiziert sind knapp zehnjährliche Hochwasserereignisse. Mit lokalen und kleinräumigen Überflutungen muss aber gerechnet werden.

Im Gasteiner-, Rauriser- und Großarler Tal könnten bis heute Mitternacht Pegelstände von vergangenen Sonntag erreicht werden. Die Prognosen zeigen die höchsten Wasserführungen kurz nach Mitternacht.

In den südlichen Bereichen des Bundeslandes kommt es aus derzeitiger Sicht in der zweiten Nachthälfte zum Abklingen des Regens und daher zu deutlich rückläufigen Pegelständen. In der Stadt Salzburg werden in den frühen Morgenstunden des Dienstags die höchsten Wasserstände zu beobachten sein.

Wie viel Wasser die Salzburger Flüsse in den kommenden Stunden ableiten müssen, hängt auch davon ab, wie weit es herunterschneit. Bei höher liegender Schneefallgrenze gelangt mehr Regenwasser in die Flüsse als bei niedriger. Die Schneefallgrenze bleibt aber großräumig weiterhin über 2000 Meter.

Quelle: SN

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