Chronik

Folgenschwere Schießerei mit Polizei: 37-jähriger Salzburger im April vor Schwurgericht

Inzwischen liegt er bereits 21 Monate zurück, der hochdramatische Polizeieinsatz in Salzburg-Leopoldskron, bei dem ein Polizist sowie ein 37-jähriger, damals unter Drogen stehender, psychotischer Salzburger durch Schüsse schwer verletzt wurden. Der 37-Jährige (Verteidiger: RA Kurt Jelinek) muss sich nun am 26. April am Salzburger Landesgericht vor einem Geschworenensenat verantworten.

 Im Bereich der Hauseinfahrt zu diesem Wohnhaus war es zu den folgenschweren Schüssen gekommen.  SN/chris hofer
Im Bereich der Hauseinfahrt zu diesem Wohnhaus war es zu den folgenschweren Schüssen gekommen.

Dem Salzburger droht jedoch keine herkömmliche Haftstrafe - Staatsanwalt Robert Holzleitner hatte nämlich schon vor etlichen Monaten einen Antrag auf Einweisung des zurechnungsunfähigen 37-Jährigen in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingebracht (Einweisung nach Paragraf 21 Abs 1 Strafgesetzbuch).

Konkret wird ihm angelastet, am 25. Juni 2020 nach Kokain- und Cannabiskonsum bei bereits bestehender psychischer Erkrankung einem Polizisten (29) die Dienstwaffe aus dem Holster gerissen und vier Mal in dessen Richtung geschossen zu haben. Daraufhin hatte ein zweiter Polizist (24) in Notwehr auf den 37-Jährigen gefeuert. Der ältere Polizist wurde im Armbereich, der Salzburger im Brustbereich getroffen.

Wäre der Salzburger damals zurechnungsfähig gewesen, dann wären ihm laut Staatsanwalt die Taten als Mordversuch und Widerstand gegen die Staatsgewalt zuzurechnen.

Der zur Tatzeit psychotische Salzburger war nach der Tat einige Wochen in der geschlossenen Abteilung der Christian-Doppler-Klinik untergebracht; nach Eintritt eines signifikanten Behandlungserfolgs ist er aber unter Auflagen wieder auf freiem Fuß.

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