Chronik

Forststraße sichert auch "Zukunft der Steinalm"

Hauptzweck ist die forstliche Bewirtschaftung, genutzt werden kann sie von Mitgliedern der Genossenschaft. Mountainbiken soll ab Frühjahr erlaubt sein.

Über die neue Forststraße wurden heuer vier Wochen lang täglich 2000 Liter Wasser geliefert.  SN/sw/Andreas Rachersberger
Über die neue Forststraße wurden heuer vier Wochen lang täglich 2000 Liter Wasser geliefert.

Vielen Wanderern wird es schon aufgefallen sein: Die Steinalm ist nun an einen Forstweg angeschlossen. Er ist bis auf ein paar Kleinigkeiten wie die Begrünung beinahe fertiggestellt.

"Für die Waldbewirtschaftung ist die Straße eine große Erleichterung und für den Waldschutz ein Gebot der Stunde", sagt Pia Buchner von den Österreichschen Bundesforsten. "Bisher waren die Waldflächen nur sehr schlecht zu bewirtschaften - nur großflächig bis gar nicht -, obwohl die Wälder rund um die Steinalm stark käfergefährdet sind." Die Straße verläuft auf Flächen der Bundesforste und dreier privater Grundeigentümer; einer davon ist Steinalm-Besitzer Manfred Hirschbichler, auch Obmann der gegründeten "Forstlichen Bringungsgenossenschaft Lärchbachweg". Er zeigt sich erleichtert. Im heurigen Sommer hat die Straße schon eine wichtige Rolle gespielt. "Bis zum letzten August-Wochenende gab es aufgrund der Trockenheit vier Wochen lang kein Wasser auf der Alm. Täglich haben wir 2000 Liter hinaufgeliefert, um eine Bewirtschaftung zu ermöglichen und die Tiere zu versorgen."

Hirschbichler war in den vergangenen Jahren mit viel Kritik konfrontiert, speziell von den Grünen und dem Alpenverein kam Gegenwind. Wobei er festhält: "Ich hatte mit den Plänen, die eine Straße vom Kalmbach aus vorsahen, nichts zu tun. Das war immer eine Angelegenheit der Bundesforste." Der Weg, der nun gebaut wurde, ist woanders angesiedelt und vom Parkplatz Wiechenthaler Hütte (Ortsteil Bachwinkl) erreichbar. "Das Letzte, was ich will, sind Naturzerstörung und Profitgier. Es ist weder ein Feriendorf geplant noch werde ich die getätigten Investitionen wieder hereinwirtschaften. Hier geht es rein um den Zweck. Die Zukunft der Steinalm wäre ohne die Straße nicht mehr gesichert und die Erhaltung eines gesunden Waldes nicht mehr möglich", sagt Hirschbichler. Letztlich werde auch ein Neubau der Steinalm möglich - "so, wie man sie von alten Bildern kennt", aber natürlich mit zeitgemäßer Technik hinter der Fassade. Weitere Meilensteine werden die Anschlüsse an Kanal und Strom, die bereits genehmigt sind.

Pia Buchner ergänzt aus Sicht der Bundesforste, dass die forstliche Bewirtschaftung nun auch kleinflächig erfolgen könne. "Die laufende Waldpflege, Durchforstungen und Aufforstungen, ist besser möglich. Das ist in den Wäldern rund um die Steinalm besonders wichtig, weil Teile des Waldes als Schutzwald eingestuft sind. Bereits heuer konnten erste Käfernester aufgearbeitet werden."

Die Kosten der ca. drei Kilometer langen Straße liegen bei rund 300.000 Euro. Genutzt werden kann sie von Mitgliedern der Genossenschaft und Servitutsberechtigten; eine Nutzung durch Dritte (wie zum Beispiel Mountainbiker) ist nach der behördlichen Abnahme erlaubt. Hirschbichler: "Im Frühjahr 2019 soll es so weit sein."

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