Chronik

Frau durch Schläge an einem Auge erblindet: Vier Jahre Haft

Ein 23-jähriger Libyer, der seine Ex-Freundin in Salzburg so fest ins Gesicht geschlagen haben soll, dass ihre Brille zersplitterte und die Frau an einem Auge erblindete, ist am Dienstag am Landesgericht Salzburg zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt worden.

Symbolbild. SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Laut Anklage lauerte er der 41-Jährigen am 13. Oktober 2017 auf ihrem Heimweg von der Arbeit nahe des Hauptbahnhofes auf und fiel über sie her.

Der beschuldigte Libyer zeigte sich vor Richterin Gabriele Glatz nicht geständig. Die Staatsanwaltschaft warf ihm Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen, gefährliche Drohung und Nötigung vor. Als er seine Ex-Freundin festgehalten habe und ihre Brille durch die Schläge kaputt gegangen sei, habe sich ein Glassplitter in das Auge der Frau gebohrt. Die Ärzte diagnostizierten eine Netzhautabhebung.

Der Angeklagte soll die 41-Jährige auch mehrfach mit dem Umbringen bedroht haben, um zu verhindern, dass sie eine Anzeige gegen ihn einbringt. Zudem soll er sein Opfer genötigt haben, keine Beziehung mit einem anderen Mann einzugehen. Das Urteil ist laut Gerichtssprecher Peter Egger nicht rechtskräftig, weil der Beschuldigte keine Erklärung dazu abgegeben hat. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Rechtsmittel.

Quelle: APA

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