Chronik

Frau ging in Salzburg mit Messer auf Wirt los: Geschworene verneinten Mordversuch

Mehrere Stichbewegungen in Richtung des Opfers, das aber nicht getroffen wurde. Die 37-jährige Angeklagte wurde am Mittwoch am Landesgericht wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung schuldig erkannt. das nicht rechtskräftige Urteil: 14 Monate teilbedingte Haft, vier Monate davon unbedingt.

Symbolbild.  SN/bilderbox
Symbolbild.

"Ich würde nie jemanden töten wollen. Ich bin keine Mörderin!" - Wiederholt beteuerte die 37-jährige Angeklagte, die am Mittwoch vor einem Schwurgericht (Vorsitz: Richterin Martina Pfarrkirchner) Platz nehmen musste, ihre Unschuld. Staatsanwalt Andreas Winkler lastete der deutschen Staatsbürgerin versuchten Mord am nun ehemaligen Freund an. Sie soll in einer Mainacht versucht haben, den damaligen Freund, den sie zwei Monate zuvor kennengelernt hatte und der in Salzburg-Lehen ein Lokal betreibt, vorsätzlich zu töten. Winkler im Prozess:

"In der Tatnacht hielt sich die Frau mit dem Ex-Freund in dessen Lokal auf. Es kam zu einem heftigen Streit. Offenbar war sie eifersüchtig. Die Angeklagte ging in die Küche des Lokals, nahm ein Messer und stach mehrmals in Richtung des Freundes. Und schrie: ,Ich bringe dich um!'" Nur weil ein Gast rechtzeitig dazwischengegangen sei, "ist nichts Schlimmes passiert", so Winkler.  Wolfgang Hauptmann, Verteidiger der Frau, wies jeden Tötungsvorsatz seiner Mandantin zurück: "Sie hatte mit dem Lokalbetreiber Streit. Aber nicht sie war eifersüchtig, sondern er - weil er meinte, sie habe Nacktfotos von einem anderen auf dem Handy. Letztlich war die Angeklagte enorm gekränkt. Sie hat keine gezielten Stichbewegungen gemacht. Zudem hatte sie 2,14 Promille im Blut. Sie wollte nur drohen oder ihn maximal verletzen." Das Opfer sagte, die Frau sei "durch den Alkohol nicht bei sich" gewesen. "Sie hat zwei, drei Bewegungen mit dem Messer in meine Richtung gemacht. Man sieht das auch im Video von der Kamera, die im Lokal ist."

Die Geschworenen verneinten einen Mordversuch mit 5:3 Stimmen und erkannten auf versuchte absichtliche schwere Körperverletzung. Urteil: 18 Monate teilbedingte Haft (vier Monate unbedingt). Nicht rechtskräftig.

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