Chronik

Frau in Wiese überfahren: Etappensieg für Salzburger Taxler, der neues Verfahren fordert

Wegen fahrlässiger Tötung verurteilter Taxifahrer kämpft um Wiederaufnahme seines Verfahrens.

Symbolbild.  SN/bilderbox
Symbolbild.

Ein Taxifahrer hatte im April 2018 am Landesgericht wegen fahrlässiger Tötung zehn Monate teilbedingte Haft erhalten, im Oktober 2018 reduzierte das Oberlandesgericht (OLG) Linz das Strafmaß dann auf eine Geldstrafe. Laut dem rechtskräftigem Urteil hatte der Taxler in einer Mainacht 2017 im Flachgau eine Frau, die nach einem Beziehungsstreit mit ihrem Lebensgefährten - einem einst prominenten DDR-Sportmediziner - in eine Wiese gelaufen war, bei der Suche nach ihr versehentlich mit dem Taxi überfahren. Die Frau starb.

Der Taxler beteuerte stets seine Unschuld - er sei nur kurz in die frisch geschnittene Wiese gefahren, nie ins hohe Gras. Ein Kfz-technischer Gutachter stellte im Prozess aber fest, dass die Reifenabdruckspuren an der Leiche vom Taxi stammten.

Gestützt auf ein Gutachten einer BKA-Beamtin, wonach das Taxi nicht der Spurenverursacher an der Leiche sei, stellte der Verurteilte einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens. Diesem wurde kürzlich vom Landesgericht Salzburg stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft legte gegen die Entscheidung jedoch Beschwerde ein, nun ist das OLG Linz am Zug.

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