Die Naturschutzabteilung des Landes erhält vermehrt Anrufe und Mails von besorgten Menschen. Diese kritisieren, dass freilaufende Hunde in Natur- und Europaschutzgebieten die Aufzucht des Nachwuchses von Wiesenbrütern gefährden. Landesrätin Maria Hutter richtet daher die eindringliche Bitte an alle Besucher, auf den Wegen zu bleiben und ihre Vierbeiner stets an der Leine zu führen.
Im Wengermoor, am Fuschlsee und am Zeller See ist die Lage besonders kritisch
Besonders kritisch sei die Lage in den vielbesuchten Natur- und Europaschutzgebieten wie jenen im Wengermoor, am Fuschlsee oder am Zeller See, heißt es. Da Informations- und Hinweistafeln häufig ignoriert werden, werde die Berg- und Naturwacht in den nächsten Wochen verstärkt kontrollieren. Sie können Organmandate ausstellen oder eine Anzeige bei der Bezirksbehörde erstatten. Hutter: "Hundebesitzer, die ihren ,Liebling' in Brutgebieten freilaufen lassen, machen sich nicht nur strafbar, sie gefährden auch die Artenvielfalt."
Vogeleltern nehmen Hunde als Feinde wahr und verlassen die Nester
Wiesenbrüter wie der Große Brachvogel, der Kiebitz oder das Braunkehlchen, gehören zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten in Salzburg. Grund dafür ist nicht nur der Verlust an großen zusammenhängenden Feuchtwiesen im Land. Auch die wachsende Beunruhigung durch freilaufende Hunde in den verbliebenen Brutgebieten ist ein Problem. Die Vögel nehmen die Hunde als Feinde wahr. Elterntieren verlassen ihre Nester. Dadurch können Eier auskühlen und der Bruterfolg bleibt aus. Von den Elternvögeln verlassene Eier beziehungsweise Jungtiere werden ungeschützt leichte Beute für Nesträuber wie Krähen.