Chronik

Freilassing: Pensionist wurde Opfer von Enkeltrick-Betrug

Eine unbekannte Frau rief einen älteren Freilassinger an, gab sich als seine Tochter aus und verleitete ihn zur Übergabe von mehr als 10.000 Euro.

Symbolbild.  SN/ www.bilderbox.com
Symbolbild.

Nicht nur im Bereich der Stadt Salzburg, auch im angrenzenden Bayern treiben derzeit wieder dreiste Telefonbetrüger ihr Unwesen. In Salzburg kam es zuletzt wieder vermehrt zu Betrugsfällen mit der "Autounfall-Masche", im Bereich Freilassing nun zu zahlreichen sogenannten Enkeltrickanrufen.

Laut einer Aussendung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurde am Donnerstag gegen Mittag "ein älterer Herr aus dem Bereich Freilassing" von einer bislang unbekannten Täterin zuhause telefonisch kontaktiert. Die unbekannte Frau täuschte dem Senior in dem Telefongespräch auf äußerst geschickte Weise vor, dessen Tochter zu sein. Im weiteren Gesprächsverlauf überzeugte sie den Pensionisten, dass sie eine besondere "Überraschung" plane - und dafür rasch Geld benötige. Der älterer Herr ließ sich von der dreisten wie geschickten Betrügerin blenden und sich dazu verleiten, kurz darauf einem ihm unbekannten Mann einen fünfstelligen Geldbetrag, also eine Summe von zumindest 10.000 Euro, zu übergeben. Laut Polizei tat dies der Senior "im Glauben, der Tochter damit einen Gefallen zu tun".

Das Opfer beschrieb den unbekannten Mann wie folgt: etwa 35 Jahre alt, zirka 1,75 Meter groß, etwas dunklerer Hauttyp, eventuell arabischer Herkunft. Zudem sei der Mann korpulent und habe ein rundliches Gesicht. Er habe kaum Deutsch gesprochen, eine dunkle Jacke und Hose getragen und seine Kapuze etwas über den Kopf gezogen. Die bayerische Polizei ersucht um Hinweise unter ☎ ☎ ☎ 0049/861/9873-0.

Generell rät die Polizei zu Misstrauen, wenn sich Anrufer(-innen) als Verwandte oder Amtspersonen (z. B. Polizisten) ausgeben und beispielsweise Notlagen schildern. In solchen Fällen sollen Betroffene unbedingt die genannten Angehörigen unter der ihnen bekannten Nummer anrufen, um den Sachverhalt zu überprüfen. Zudem sollen die Angerufenen nie Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen bekanntgeben und nie auf Geldforderungen eingehen.

Quelle: SN

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