Chronik

Freilassinger mussten in Notquartiere

In Bayern wurden zahlreiche überflutete Gebäude evakuiert. Viele Freilassinger mussten in Notunterkünfte gebracht werden.



Die Hochwasser-Lage spitzte sich am Sonntag auch im benachbarten Bayern stündlich zu. Um 10.27 Uhr war der Katastrophenfall für das Berchtesgadener Land ausgerufen worden.

Entlang der Saalach im Pidinger Ortsteil Bichlbruck und am Freilassinger Heideweg, wo der Mühlbach über das Ufer getreten war, waren die Bewohner seit den frühen Morgenstunden von der motorisierten Wasserwacht aufgefordert worden, ihre Wohnungen zu verlassen. Im östlichen Teil Freilassings standen Häuser durch den Dauerregen bereits am Sonntagvormittag bis ins Erdgeschoß unter Wasser.

Die betroffenen Bewohner konnten teils nur noch mit Booten in Sicherheit gebracht werden. Der Rettungshubschrauber "Christoph 14" und ein Wasserwacht-Luftretter waren für Überwachungsflüge zur Lagebeurteilung unterwegs. Im Rathaus wurden die ersten Hochwasser-Opfer versorgt, eine weitere Notunterkunft in der Knabenrealschule Freilassing eingerichtet.

Auch entlang der Salzach, im Laufener Ortsteil Triebenbach, musste die Bevölkerung vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden. In der Altstadt von Laufen konnte die Gefahr in der unmittelbar an der Salzach gelegenen Steinernen Gasse nicht gänzlich gebannt werden. Die Zahl der in Notunterkünften untergebrachten Bewohner stieg Sonntagabend auf insgesamt 165 an.

Alle Feuerwehren im Landkreis standen im Einsatz, Sonntag Nachmittag wurden jeweils weitere 100 Kräfte von Bundeswehr und Feuerwehr Starnberg angefordert. Die B20 bleibt zwischen Freilassing Süd und Nord vorerst gesperrt.

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