Chronik

Freund bei Sturz von Dach getötet: Unternehmer trägt Mitschuld

Wegen des Vorwurfs grob fahrlässiger Tötung stand am Mittwoch ein Pongauer Unternehmer in Salzburg vor Gericht.

Symbolbild SN/Copyright by: FRANZ NEUMAYR Pres
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Am 5. Oktober kam es in St. Johann im Pongau zu einem schrecklichen Arbeitsunfall. Bei Abragungsarbeiten des Daches von einem großen Stallgebäude stürzte ein 60-jähriger gelernter Zimmerer zwölf Meter in den Tod.

Im Zusammenhang mit dem Unfall stand nun am Mittwoch ein Pongauer Unternehmer wegen grob fahrlässiger Tötung am Landesgericht vor Richter Philipp Grosser. Der Beschuldigte war eng mit dem Opfer befreundet. Die Staatsanwaltschaft lastete ihm sinngemäß an, damals als Arbeitgeber und Aufsichtsperson der Abrissarbeiten das spätere Opfer nicht sofort vom Dach geschickt zu haben, nachdem dieser sein Sicherheitsgeschirr oben in Giebelnähe abgelegt hatte.

Der geknickte Unternehmer bekannte sich schuldig. Richter Grosser verurteilte ihn letztlich "nur" wegen des Grunddelikts der fahrlässigen Tötung zu zwei Monaten bedingter Haft ( rechtskräftig). Begründung: Der Angeklagte habe keine grobe Fahrlässigkeit zu verantworten. Das Opfer sei - bei aller Tragik - ein sehr erfahrener Arbeiter und gelernter Zimmerer gewesen.

(SN)

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