Chronik

Fridays for Future - bis zu 4000 Teilnehmer bei "Earth Strike"-Demo in Salzburg erwartet

Der für Freitag angesetzte "Earth Strike" der Klimaaktivisten von "Fridays for Future" soll sich auch in Salzburg in einer Großdemonstration zeigen. Die lokalen Veranstalter rechnen mit bis zu 4000 Teilnehmern in der Innenstadt.

Klimademos gibt es in Salzburg bereits seit mehreren Monaten regelmäßig, hier im Bild die Veranstaltung am 8. Februar 2019. SN/robert ratzer
Klimademos gibt es in Salzburg bereits seit mehreren Monaten regelmäßig, hier im Bild die Veranstaltung am 8. Februar 2019.

Zum Finale der internationalen Klimaschutzwoche "Week for Future" haben die Organisatoren auch in Österreich zu Großdemonstrationen aufgerufen. Passend dazu hat sich der österreichische Nationalrat am Mittwochabend in einem Entschließungsantrag dazu bekannt, einen Climate Emergency, also Klimanotstand, zu erklären und damit die Eindämmung der Klima- und Umweltkrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe höchster Priorität anzuerkennen.

Abgelehnt wurde das nur von der FPÖ. Deren Abgeordneter Walter Rauch sprach von einem Versuch "Klimahysterie abseits von jeglichen Realitäten" zu erzeugen.

Klimademos für "Fridays for Future" - Schüler nehmen die Lehrer mit

In der Stadt Salzburg wird sich trotzdem ein Zug an Klimademonstranten vom Südtiroler Platz (Hauptbahnhof) in Richtung Residenzplatz in Bewegung setzen. Die Teilnehmer werden sich ab zirka 14.30 Uhr beim Bahnhof treffen. Zwischen 16:00 und 16:30 Uhr geht der Marsch los. Auf Basis der Rückmeldungen von Teilnehmern vorangegangener Veranstaltungen rechnet "Fridays for Future"-Salzburg mit 3000 bis 4000 Demonstranten.

Die Demo-Route - zum Vergrößern anklicken

Die Route: Südtirolerplatz - Rainerstraße - Markus-Sittikus-Straße - Schwarzstraße - Staatsbrücke - Rudolfskai - Mozartplatz - Residenzplatz. Auf dieser Strecke wird es am frühen Abend zu entsprechenden Verkehrseinschränkungen kommen.

Zwischen 17 und 17:30 Uhr ist der Beginn einer Kundgebung auf dem Residenzplatz angemeldet. Dort werden die Schulabsolventin Jolanda Knopf (18) und der Gewerkschafter Klaus Brandstätter Redebeiträge halten, moderiert werden die Auftritte von den Schülerinnen Marion Möstl (WRG) und Anna Häupl (MUSGYM).

Thunberg kontert ihren Gegnern

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich unterdessen erneut ihre Gegner vorgeknüpft und gleichzeitig für die Klimaproteste am Freitag geworben. "Wie ihr vielleicht bemerkt habt, sind die Hasser so aktiv wie immer - greifen mich, mein Aussehen, meine Kleidung, mein Verhalten und meine Unterschiede an", schrieb die 16-Jährige am Mittwochabend auf Twitter.

Rekordteilnahme an "Earth Strike" erwartet

Sie verstehe nicht, warum erwachsene Menschen ihre Zeit lieber damit verbrächten, Kinder und Jugendliche für ihre Hinweise auf die Wissenschaft zu verspotten und zu bedrohen, anstatt etwas Gutes zu tun. "Ich nehme an, sie fühlen sich einfach ziemlich bedroht von uns." Weiter ergänzte Thunberg, man solle seine Zeit nicht damit verschwenden, diesen Leuten weitere Beachtung zu schenken. "Die Welt wacht auf. Wandel kommt, ob sie es mögen oder nicht. Wir sehen uns an diesem Freitag auf den Straßen!"

Nach der Rekordbeteiligung bei den Klimastreiks am vergangenen Freitag sind diesmal wieder Proteste in Dutzenden Ländern geplant. Rund vier Millionen Menschen hatten sich nach Schätzungen der Bewegung Fridays for Future an den Aktionen und Kundgebungen in der vergangenen Woche beteiligt.

Quelle: SN

Aufgerufen am 04.12.2020 um 11:59 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/fridays-for-future-bis-zu-4000-teilnehmer-bei-earth-strike-demo-in-salzburg-erwartet-76789663

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