Chronik

Führung durch Salzburg: Eintauchen ins alte Iuvavum

Fremdenführerin Sabine Rath entführt ihre Gäste in "Das römische Salzburg" - samt Römer-Imbiss.

Blut tropft aus dem abgeschlagenen Horn des griechischen Flussgottes Acheloos. Eine Schlange neben ihm fängt es auf (rundes Bild). "Das Acheloos-Mosaik zeigt den Flussgott nach einem Handgemenge mit Herakles, auch als Herkules bekannt. Beim Streit ging es um eine schöne Königstochter", erzählt Fremdenführerin Sabine Rath. 1841 wurde das teilweise erhaltene Mosaik in drei Metern Tiefe auf dem Mozartplatz entdeckt. Es lag einen halben Meter unter dem Felicitas-Mosaik und maß rund 25 Quadratmeter. Das Original befindet sich im Salzburg Museum.

Heute, Samstag, startet die Steirerin mit ihrer neuen Führung "Das römische Salzburg". "Ich möchte die jahrtausendealten Geschichten und vielen mythologischen Erzählungen wieder lebendig machen." Wie lebten die Menschen damals, wie wohnten und wie aßen sie?

2000 Jahre alte Spuren in der Stadt Salzburg

Unterstützung bei der Vorbereitung bekam Rath von einem "alteingesessenen Lateiner" - einem Professor des Privatgymnasiums der Herz-Jesu-Missionare. Am Ende der Führung gibt es einen von ihm zubereiteten römischen Snack, dessen Rezept aus dem "Mörsergedicht" des römischen Dichters Vergil stammen soll, jedoch wohl nicht von ihm verfasst wurde. Ein italischer Bauer namens Simulus soll sich morgens das Gericht "Moretum" zubereitet haben. Zudem gibt es Wein mit Honig, wie dieser einst getrunken wurde.

Die Fremdenführerin zeigt fast 2000 Jahre alte Spuren in der Stadt Salzburg auf, dabei die Überreste des römischen Iuvavums. So die Bezeichnung für die Stadt und das sie umgebende Gebiet während der römischen Besiedlung der keltischen Provinz Noricum. "Die Römer und Kelten haben einander beeinflusst und bereichert", erklärt Rath. Besichtigt werden etwa eine nicht öffentliche Ausstellung in der Erzabtei Stift St. Peter, Teile einer römischen Mauer im Keller des Salzburg Museums oder eine originale Inschrift in der Kaigasse.

Rezept: Was Römer einst aßen

Am Ende der Führung gibt es einen römischen Imbiss, mit sogenanntem Moretum. Wie der Aufstrich zubereitet wird? Hartkäse wie Pecorino oder Weichkäse, etwa Schafskäse, grüne Oliven und Knoblauch werden zerkleinert und mit Olivenöl, Weinessig und Gewürzen (Koriander und Sellerie oder Minze, Thymian und Oregano) vermischt und kaltgestellt.

"Das römische Salzburg": Öffentliche Führung: Samstag (10. März) um 15 Uhr. Treffpunkt: Mozartplatz. Nächste Termine: 14. April, 9. Juni, 4. August, 13. Oktober, 10. November. Anmeldung unter: 0664-2016492

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