Chronik

Für ihn geht es nun Schlag auf Schlag

Lukas Neumayer gilt als Österreichs größte Nachwuchshoffnung im Tennis. Er will rasch weitere ATP-Punkte sammeln und gewinnen.

Diese Woche beendet Lukas Neumayer seinen Grundwehrdienst in Gratkorn (Steiermark). Das Radstädter Tennis-Aushängeschild hat heuer bereits eine starke Saison hingelegt. So erreichte Neumayer unter anderem das Viertelfinale des Roland Garros Juniors in Paris.

"Es war ein großartiges Erlebnis. Ich habe gezeigt, dass ich jeden schlagen kann. Ich hätte auch gewinnen können", meint er stolz. Sicher ist, dass der erst 18-Jährige mit seinen eindrucksvollen Erfolgen Salzburger Tennisgeschichte schrieb. Der Spieler vom UTC Sparkasse Radstadt, der seit vielen Jahren von Gerald Kamitz und nun auch von Günter Bresnik trainiert wird, hat sich in seiner Altersklasse in diesem Jahr in Österreich auf Rang eins etabliert.

Erstmals seit Wimbledon 2017 war Österreich bei den Australian Open durch Neumayer auch wieder im Junioren-Einzel eines Majors vertreten. Neumayer feierte sein Grand-Slam-Debüt und gilt mittlerweile als eine der größten Zukunftshoffnungen im österreichischen Tennis.

Bereits in wenigen Jahren will sich Neumayer "hoffentlich ganz oben in der Weltspitze" etabliert haben. Dafür hat er neben einem guten Umfeld viel Unterstützung durch seine sportliche Familie. Lukas' 16-jährige Schwester Anna gilt ebenso als Nachwuchsathletin im Golfsport. Sie ist im Nationalkader Nummer eins in Österreich. "In meiner Freizeit spiele ich öfters Golf mit ihr."

Geht alles gut, so spielt Neumayer am 8. November in Wien bei den Staatsmeisterschaften. Sein Trainingsstützpunkt wird nach der Grundwehrausbildung in die Südstadt zu Günter Bresnik verlegt. Auch sein Langzeit-Trainer Gerald Kamitz, der ihn sportlich an die Spitze brachte, ist weiterhin an seiner Seite. "Ich habe in den letzten Monaten konstant gespielt", gibt sich der Radstädter zufrieden und betont, dass für ihn nun im Vordergrund stehe, "dass ich mich weiterentwickle. Ich werde hart meine Fitness trainieren und viel Erfahrung sammeln."

Bereits mit fünf Jahren begann Lukas mit dem Tennis. Seine Mutter Birgit schuf mit der Organisation eines Kinder-Tenniskurses die Basis für die vielversprechende sportliche Laufbahn.

Zu Neumayers Stärken zählen sein variantenreiches Spiel mit vielen Stopps "und eine starke Vorhand". Er sei dazu natürlich ein Kämpfertyp, meint er über sich selbst: "Ich werde mir auch weiterhin vieles von anderen Topspielern abschauen." Wie von Dominic Thiem: "Er ist mein größtes Vorbild. Ich konnte ja auch schon gegen ihn spielen. Wir kennen uns etwas. Ich finde, er ist richtig cool."

Aus sportlicher Sicht ist natürlich die ATP-Weltrangliste das große Ziel: "Ich habe in den letzten Monaten konstant gespielt", gibt er sich zufrieden und betont, dass ihm jedes Training "große Freude macht und der Spaß am Spielen ist enorm. Ich werde weiterhin mein Bestes geben und viele ATP-Punkte sammeln", versichert Österreichs Nummer eins bei den Junioren.

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