Chronik

Für positiven Deutschtest bezahlt? Armenierin in Salzburg vor Gericht

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
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Der Fall schlug bundesweit Wellen: Eine in Wels lebende 43-jährige Frau, die von 2011 bis 2016 fallweise als zertifizierte Prüferin beim Österreichischen Integrationsfonds tätig war, soll in zahlreichen Fällen Sprachprüfungen bzw. Deutschtests von Zuwanderern gegen Bezahlung zu deren Gunsten manipuliert haben. In Summe zeigte die Polizei in Linz bei der Staatsanwaltschaft rund 115 Fälle an, wo Migranten gegen Bezahlung von 400 bis 1000 Euro ein nachträglich positiv korrigiertes Ergebnis ihres Sprachtests bzw. ihres Deutsch-Aufsatzes erhielten.

Auch Kandidaten aus Salzburg oder Tirol reisten nach Linz gereist, um dort den Test abzulegen, der dann von der 43-jährigen Prüferin nachträglich korrigiert worden sein soll. Die Frau wurde wegen solcher Manipulationen in konkret 68 Fällen bereits in Linz nicht rechtskräftig verurteilt.

Eine jener Kandidaten, die einen positives Test durch Zahlung von 400 Euro erlangt haben sollen, musste am Mittwoch wegen Bestechung und Urkundenunterdrückung am Landesgericht Salzburg vor Strafrichterin Dagmar Schmidt Platz nehmen. Die Beschuldigte, eine 38-jährige Armenierin machte gleich zu Beginn verwirrende Angaben. Zuerst sagte sie, sie sei "schuldig", nach Vorhalt des Vorwurfs durch die Richterin gab sie dann an, "nicht schuldig" zu sein, ehe sie behauptete, den Strafantrag nicht erhalten zu haben. Die Richterin vertagte daraufhin. Bemerkenswert: Der Ehemann der Armenierin wird wegen selbiger Taten gesondert strafrechtlich verfolgt.

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