Chronik

Gaißau-Hintersee: Bleibt das Skigebiet im Winter geschlossen?

Die Lifte könnten in der kommenden Wintersaison in Gaißau-Hintersee still stehen. Das deutete einer der Gesellschafter an.

Der chinesische Geschäftsführer James Tay erschien im April bei der Sanierung des Skigebiets Gaißau am Landesgericht. SN/robert ratzer
Der chinesische Geschäftsführer James Tay erschien im April bei der Sanierung des Skigebiets Gaißau am Landesgericht.

Es sind beunruhigende Andeutungen, die Gernot Leitner am Mittwoch gegenüber von Journalisten gemacht hat. Leitner besitzt acht Prozent am Skigebiet Gaißau-Hintersee und hat den chinesischen Geschäftsmann Zhonghui Wang an Bord geholt. Diesem gehören mittlerweile 75 Prozent der Liftgesellschaft.

Die Grundbesitzer und Bürgermeister der Region haben den Eindruck, dass Wang die Lifte heuer nicht mehr aufsperren werde. Es wurden keine Mitarbeiter eingestellt und keine Revisionsarbeiten durchgeführt.

Leitner sagte darauf: "Das ist ein berechtigter Eindruck. Es wird aber an vielen anderen Dingen auch gearbeitet." Er hoffe, dass das Skigebiet heuer nicht aufgesperrt werde, denn das zeige, dass an der Modernisierung gearbeitet werde.

Der Geschäftsführer des Skigebiets sei ebenfalls ein Chinese. Dieser war am Mittwoch in Salzburg und traf sich mit Leitner. In zwei Wochen solle er wieder kommen. "Wir sitzen schon seit einiger Zeit zusammen. Es gibt aber keine Neuigkeiten. Denn Herr Tay wird zuerst mit den Informationen nach China zurückfliegen." Denn die Entscheidungen über die Zukunft der Liftgesellschaft treffe nicht der Geschäftsführer, sondern der Eigentümer, betonte Leitner.

Dem Krispler Bürgermeister Andreas Ploner wäre es am liebsten, die aktuelle Betreibergesellschaft in Konkurs zu schicken. Denn laut Rechtsanwalt Wolfgang Hochsteger seien noch Pachtzinse in der Höhe von zirka 130.000 Euro ausständig. Diese könnten von den Grundbesitzern fällig gestellt werden.

Leitner gibt sich davon unbeeindruckt: "Wenn die Grundbesitzer ihre Forderungen fällig stellen, dann wird Herr Wang sie zahlen. Zu einem Konkurs wird es nicht kommen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Dann wäre ja das ganze Sanierungsverfahren im Frühjahr umsonst gewesen."

Quelle: SN

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