Chronik

Gartenstraße Saalfelden: Ärger mit Parkern in der Gasse

Die enge Fahrbahn in der unteren Gartenstraße wird oft als Schleichweg benutzt und als Parkplatz missbraucht. Anrainer sammelten Unterschriften gegen die bestehende Verkehrsregelung.

Nur eine Minute dauert es bis zum ersten Vergehen beim PN-Lokalaugenschein. Ein Pkw fährt die untere Gartenstraße entlang, hält direkt vor der "Vorrang geben"-Tafel neben dem Friedhof, 130 Meter von der Polizei entfernt. Nach zwei Minuten steigt die Person wieder ins Auto und fährt weiter.

Es ist nur ein Beispiel. Anwohner Andreas Haider beobachtete einige Male ein wahres Parkchaos in der engen Gasse mit teils hohen Grundstücksmauern. "Speziell, wenn ein Begräbnis ist, wird die Straße oft zugestellt." In der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses wurde ein Ansuchen von Haider behandelt. Darin heißt es unter anderem: "Obwohl nicht als öffentliche Parkplätze ausgewiesen, hat es sich eingebürgert, dass Friedhofsbesucher parallel zur Gartenstraße bzw. auf der Straße und teils sogar auf den Privatparkplätzen der Hauseigentümer parken. Es gibt Zeiten, da stehen bis zu sieben Autos hintereinander." Beantragt wurde ein "Fahr- und Parkverbot für die untere Gartenstraße mit Ausnahmeregelung für die Anrainer" und eine "Einbahnstraße Richtung Friedhof". Fast alle betroffenen Anwohner unterschrieben.

Diese Variante wurde abgelehnt. Ferdinand Salzmann (Grüne), Vorsitzender des Ausschusses, sagt: "Eine Einbahn regt eher zum schneller Fahren an und verursacht Umwege." Es sei der Vorschlag einer Wohnstraße ins Spiel gekommen, wofür demnächst eine Verkehrszählung durchgeführt werden müsse.

Mit einer Wohnstraße könne er leben, sagt Haider, denn das bedeute Schrittgeschwindigkeit und man dürfe die Straße nur zum Zwecke des Zu- und Abfahrens mit dem Auto nutzen. Auch eine Gestaltung mit Blumenkisten oder dergleichen sei dann dort möglich, wo derzeit immer wieder geparkt werde. Er wolle sich nicht mit Klagen beschäftigen, sagt der Familienvater: "Wichtig ist eine geordnete, sichere Regelung, denn der Verkehr hat bei uns durch die Einbahn in der oberen Loferer Straße spürbar zugenommen. Und ein Halte- und Parkverbotsschild an der betroffenen Stelle wäre auf jeden Fall angebracht."

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