Chronik

Gebeine aus Untersberg geborgen - Ausrüstung sichergestellt

Per Helikopter ist jenes Skelett vom Untersberg geborgen worden, das ein Höhlenforscher entdeckt hatte. Gefunden wurden Ski und Teile der Bindung.

Einsatzleiter Oliver Ansböck von der Polizei war am Untersberg, um sich am Höhleneingang einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Im Laufe des Vormittags berichtete er über die weiteren Schritte.

Kurz vor Mittag wurden dann die sterblichen Überreste mit dem Polizeihubschrauber "Libelle" ins Tal geflogen. Zuvor war der genaue Startzeitpunkt noch unklar. "Das hängt auch vom Wind ab", sagte Ansböck. Der starke Föhn hätte dem Helikopter Probleme bereiten können.
Die am Dienstag in der Früh gestartete Bergung eines Skeletts aus einer Höhle im Salzburger Untersberg ist damit abgeschlossen. Die Höhlenretter und Alpinpolizisten haben am Mittwochmorgen wieder Tageslicht erreicht, sagte Helmut Obermair, Obmann der Höhlenrettung Salzburg. Skifahrer, der vor langer Zeit verunglückt ist? Bei der Bergung wurden auch ein Ski, Schuhe und Teile der Riemenbindung gefunden. Nähere Angaben zu dem Verunglückten konnte die Polizei vorerst nicht geben. Aufgrund der vorgefundenen Ausrüstung sei davon auszugehen, dass das Opfer mehr als 50 Jahre - wohl eher 80 - in der Höhle gelegen sein dürfte.

Georg Zagler, der Höhlenforscher, der die Gebeine gefunden hat, vermutet, dass der Tourengeher in das Loch gefallen und rund 50 Meter tief abgestürzt ist. Dort befindet sich eine Engstelle, wo er vermutlich zu liegen kam. "Die Höhle hat oben eine leichte Schräglage, sodass es ihn vermutlich mehrmals überschlagen hat. Es ist anzunehmen, dass er auf der Stelle tot war", so Zagler. In der Folge dürfte der Tote verwest sein. Schmelz- und Regenwasser hat dann offenbar einzelne Teile immer weiter in die Tiefe gerissen. Knochen wurden nun bis in einer Tiefe von 270 bis 300 Meter gefunden, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Manfred Schwaiger, der gemeinsam mit Zagler und zwei weiteren Höhlenrettern an der Bergung beteiligt war. Sicher seien aber nicht alle Knochenteile gefunden worden.

Auf die Sachverständigen wartet nun einiges an Arbeit: Die Vermisstendatenbank im Land reicht nur ins Jahr 1964 zurück. Alles davor muss aus diversen Postenchroniken herausgelesen werden. Forscher fand Skelett Ein Höhlenforscher war Mitte Oktober in der Höhle unterwegs, die laut Obermair erst seit kurzem bekannt und nur bis in rund 250 Metern Tiefe erforscht ist. Unten stieß er dann auf das menschliche Skelett. Nachdem die Leiche verwest war, dürfte eingedrungenes Wasser einzelne Teile nach und nach weiter nach unten geschwemmt haben, vermutet der Höhlenretter. Die Bergung dauerte rund einen Tag, weil die Einsatzkräfte etwa 250 Meter tief absteigen mussten.

Die Überreste wurden vom Berg geflogen und anschließend in die Gerichtsmedizin gefahren, wo nun eine Obduktion durchgeführt wird.

Quelle: Sn-hess, Apa

Aufgerufen am 20.10.2018 um 06:21 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/gebeine-aus-untersberg-geborgen-ausruestung-sichergestellt-3012646

Angelobung von 170 Rekruten im Lehener Park

Angelobung von 170 Rekruten im Lehener Park

Freitagabend fanden im Lehener Park in Salzburg der Traditionstag des Pionierbataillons 2 und die Angelobung von 170 jungen Rekruten des Einrückungstermins Oktober 2018 vom Pionierbataillons 2 statt. …

Schlagzeilen