Chronik

Gemälde in der weißen Pracht

Unter der Federführung von Rudi Geisler aus Saalfelden entstehen riesige Kunstwerke in der Region.

Eine unberührte Schneefläche. Relativ flaches Gelände. Trockener, nicht allzu tiefer Schnee. Eine Skizze, Schnüre und ein Kompass. Schneeschuhe auf den Füßen. Viel Gefühl für Formen, eine Portion Geduld - das sind Zutaten, die Rudi Geisler beim Schaffen seiner Kunstwerke braucht. "Es begeistert mich, was im Schnee mit wenigen Hilfsmitteln entstehen kann", sagt der pensionierte Saalfeldener.

Zwischen 60 und 70 Motive seien in den vergangenen Jahren entstanden. Wie lange ein einzelnes Bestand hat, ist ungewiss. Geisler: "Bei stabiler Wetterlage kann ein Kunstwerk schon mal zwei bis drei Wochen sichtbar sein. Schneefall, Regen und Sturm dagegen zerstören das Bild in kürzester Zeit. Es ist wie generell im Leben: Dinge können sich schnell verändern."

Die Werke haben einen Durchmesser von bis zu 150 Metern. Viele Motive zeichnet der Künstler selbst, manche Anstöße holt er sich aus dem Internet. Das Schwierige: "Man sieht das Bild nicht, das man macht." Jede Unförmigkeit, jeden gravierenden Fehltritt hält die Drohne, die am Ende zu Fotozwecken in die Luft geschickt wird, gnadenlos fest. Für gelungene Bilder wählt Geisler die Standorte auch nach dem vorherrschenden Lichteinfall aus, abgesprochen sind die Aktionen stets mit den Grundeigentümern.

Das "Outdoor Team Geisler" bietet "Snow Art" auch für Gruppen an, zum Beispiel für ein Teambuildung-Event.

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Aufgerufen am 27.01.2021 um 10:03 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/gemaelde-in-der-weissen-pracht-83720746

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