Chronik

"Gemma wieder Krippalschaun"

Die Grundnerkrippe in Altenmarkt fasziniert mit ihren schlichten Details.

"Ich weiß nicht, wie viele Figuren unsere Krippe hat. Ich habe sie nie gezählt. Aber es sind sicherlich über 80", lächelt Helga Sobota und verschwindet hinter der Krippe: "Sie müssen sich die Zeit nehmen und das anschauen."

Ein Glöcklein läutet und schon zieht Sobota an den Fäden im Hintergrund und erzählt auf eine berührende Art die Geschichte der Herbergssuche von Maria und Josef. Das macht sie übrigens jedes Mal auf eine andere Art, je nach Alter und Geschlecht der Zuschauer.

Für die Redakteurin der PN schildert die pensionierte Lehrerin eine lustige und abwechslungsreiche Herbergssuche, die Maria und Josef auf dem Weg von Nazareth erleben. Die hochschwangere Maria und ihr Begleiter Josef müssen an Räuberbanden und an einer Zollstation vorbei. Doch alle sind sie freundlich zu Maria und Josef, ob Zöllner oder auch der Wilderer, der aus einem schlechten Gewissen heraus gleich wieder alle Tiere laufen lässt, anstatt sie zu schießen.

Durch ihre Finger tanzen, schieben, hüpfen oder galoppieren die einzelnen Figuren. Ob es der Wegmacher oder andere Handwerker wie der Sattler oder Zimmerer, Fassbinder oder Schmied ist - an allen zieht das Paar in der Geschichte der Kustodin vorbei, bis es das Gasthaus erreicht. Hier verwehrt auch in ihrer Erzählung der Wirt dem Paar ein Zimmer, aber nachdem Maria bitterlich weint, lädt er sie mitleidig in seinen Stall zum Nächtigen ein. Und so nimmt auch bei ihr die Geschichte ihren Lauf und der Heiland kommt dort zur Welt. Alle möglichen Gestalten bringen - neben den Heiligen Drei Königen - auch ihre Geschenke, Scharen von Soldaten reiten und die Wächter trommeln.

Die eindrucksvollen Vorführungen von insgesamt drei Museumsmitarbeiterinnen im Heimatmuseum sind beliebt, genauso wie die alte und schlichte Krippe: "Der Tiroler Franz Plattner zog 1732, nach der Protestantenvertreibung, in das verwaiste Grundnerhäusl", erzählt Helga Sobota. Hier hat der Weber aus dem Unterinntal dann wahrscheinlich irgendwann während eines Winters diese Krippe gebaut: "Wann, weiß man nicht so genau. Er hat jedenfalls statt des Webstuhls im Advent Vorführungen für die Bewohner gemacht. Diese kamen nach der Messe ins Grundnerhäusl und bezahlten mit Naturalien, weil Geld hatten sie damals nicht."

Aufgerufen am 19.12.2018 um 10:33 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/gemma-wieder-krippalschaun-62099500

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