Chronik

Gewalttaten in Serie: Prozess gegen vier junge Frauen in Salzburg

Gleich vier junge Frauen - eine Nigerianerin (17), eine Serbin (18), eine Türkin (20) und eine Österreicherin (19) - saßen Montag wegen einer Serie teils massiver Gewaltvorwürfe vor einem Salzburger Jugendschöffengericht (Vorsitz: Bettina Maxones-Kurkowski). Zum Prozessauftakt zeigten sie sich nicht bzw. nur zum Teil geständig.

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Die vier in Salzburg wohnhaften Angeklagten, eine ohne Schulabschluss, zwei mit abgebrochener Lehre, sind alle vorbestraft; eine wurde sogar schon sieben Mal gerichtlich verurteilt. Laut Staatsanwalt Mathias Haidinger soll das Quartett aus tristen Familienverhältnissen im Jänner, März und April 2021 in unterschiedlicher Konstellation einem jungen Mann sowie vier anderen jungen Frauen teils erheblich Gewalt zugefügt haben; die Anklage spricht von zweifachem Raub, von Körperverletzungen, von gefährlichen Drohungen und Nötigung.

So sollen etwa die Serbin, die Nigerianerin und die Türkin im Jänner bei einer Schule in Salzburg-Lehen einen jungen Mann wegen dessen sexueller Orientierung erst erniedrigt und gedemütigt haben. Dann sei das Opfer gewürgt und geschlagen worden, ihm wurde die Handtasche entrissen und auch die Jacke abgenötigt.

Im April wiederum sollen die Serbin, die Türkin sowie die Österreicherin eine junge Frau im Bereich Hauptbahnhof niedergeschlagen und ihr ins Gesicht getreten haben. Dem Opfer, das auch bedroht worden sei, wurden demnach Süßigkeiten geraubt. Die Türkin alleine soll überdies einem weiteren Mädchen Haare ausgerissen und an deren Wange eine brennende Zigarette ausgedrückt haben.

Drei der Angeklagten (Verteidiger: Michael Hofer, Bernhard Kettl, Peter Hrubesch, Andrea Kaspar) sitzen bereits seit einem halben Jahr in U-Haft. Zu Prozessbeginn zeigten sie sich nicht bzw. nur teilweise geständig. - Fortsetzung am Donnerstag.

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