Chronik

Glocknerstraße: Zuschauerin stirbt bei Historienrennen

Bei einem Nostalgierennen auf der Großglockner Hochalpenstraße ist es Samstag zu einem tödlichen Unfall gekommen: Ein Rennteilnehmer rammte mit seiner Maschine eine Zuschauerin. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät.

Als das "schönste Bergrennen in Europa" wird es vom Veranstalter im Internet beworben - bei der sechsten Auflage der Großglockner Trophy kam es am Samstag zu einem tödlichen Unfall auf der Hochalpenstraße: Ein britischer Teilnehmer fuhr in der Nähe des Restaurants Fuschertörl mit seiner Ducati (Baujahr 1932) gegen eine Gehsteigkante und prallte gegen eine Zuschauerin.

Für die Niederösterreicherin, die neben ihrem Vater das Rennen verfolgte, kam jede Hilfe zu spät. "Die 32-jährige Frau hatte keine Chance, verstarb noch an der Unfallstelle", sagt Polizeisprecher Anton Schentz auf Anfrage der "Salzburger Nachrichten". Ein Kriseninterventionsteam kümmere sich nun um die Angehörigen. Der Motorradfahrer dürfte zu schnell unterwegs gewesen sein. Der Brite flog von seiner Maschine und stürzte laut Schentz knapp 30 Meter eine Böschung hinab. Er erlitt schwere Verletzungen. Das Rennen wurde nach dem Zwischenfall sofort abgebrochen.

Die Großglockner Trophy für historische Motorräder hätte in zwei Wertungsdurchgängen zwischen der Mautstelle Ferleiten und dem Fuscher Törl ausgetragen werden sollen. Das Ziel des Rennens liegt auf knapp 2500 Höhenmetern. Der Veranstalter, der Motor-Veteranenclub Zell am See, war gegenüber den SN zu keiner Stellungnahme bereit. Man sei wegen des Unfalls jedoch "tief bestürzt".

In der Salzburger Innenstadt wurden bei ähnlichen Historienrennen bereits mehrere Personen verletzt: 2008 war ein Porsche in einer Kurve am Rudolfskai in Schleudern geraten und gegen eine Absperrung geprallt. Drei Zuseher verletzten sich. Bei einem weiteren Unfall wurden zwei Jahre zuvor vier Kinder verletzt.



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