Chronik

Glückliches Ende: Familien wurden aus Lamprechtshöhle gerettet

Das Wasser stieg binnen Minuten, der Ausgang war versperrt: Bange Stunden erlebten Touristen am Freitag in der Lamprechtshöhle.

In der Lamprechtshöhle, einer beliebten Schauhöhle zwischen Weißbach und St. Martin bei Lofer, geriet Freitagnachmittag eine siebenköpfige Touristengruppe in eine bedrohliche Lage: Die Familien aus Holland und Deutschland wurden vom Hochwasser überrascht und konnten die Höhle stundenlang nicht verlassen. Das Wasser stand zu hoch. Auch zwei Kinder waren eingeschlossen.

Erst nach mehreren Stunden gelang es den Einsatzkräften, alle sieben Touristen unverletzt zu bergen. "Sie sind wohlauf", erklärte Einsatzleiter Gernot Salzmann (Höhlenrettung) am Abend. Zuvor hatten sich dramatische Szenen abgespielt: Den siebenjährigen Tobias Hübsch aus Deutschland hatte es mit dem Wasser mitgeschwemmt. Als er wieder auf die Füße kam, lief er in Richtung Ausgang. "Ich hab den Mund zugemacht. Dann bin ich irgendwie hinausgekommen. Ich hab mir große Sorgen um meine Großeltern gemacht". Auch Oma Sabine Süßmair, die noch in der Höhle eingeschlossen war, erlebte bange Stunden: "Ich hab gedacht, mein Enkel lebt vielleicht nicht mehr." Auch Toni Voithofer vom Roten Kreuz Pinzgau zeigte sich nach dem erfolgreichen Einsatz erleichtert: "Natürlich sind wir froh, dass alles gut ausgegangen ist."

Wasser stieg rasant an

Helfer der Höhlenrettung, Bergrettung, Rotem Kreuz und Einsatzkräfte der Polizei waren im Einsatz. In der Vergangenheit ist es in der Lamprechtshöhle immer wieder zu Zwischenfällen gekommen. Deshalb wurde auch eine Alarmanlage installiert, die den Wasseranstieg meldet. Am Freitag dürfte der Wasserspiegel derart rasant gestiegen sein, dass innerhalb von zehn Minuten das Verlassen der Höhle nicht mehr möglich war.

Bereits vor drei Jahren waren Menschen eingeschlossen

In der Vergangenheit ist es schon mehrmals zu ähnlichen Zwischenfällen gekommen. Bereits im August 2013 war für damals gleich 26 Menschen - großteils Urlauber - die Besichtigung der Lamprechtshöhle schon zu einem ungewollten Abenteuer geworden. Auch damals hatte starker Regen den Ausgang des Naturwunders vollkommen unter Wasser gesetzt. Die Gruppe kam nicht mehr rechtzeitig ins Freie und musste stundenlang im Höhleninneren ausharren. Später hatten dann die Eingeschlossenen unverletzt geborgen werden können.

Video: 26 Besucher wurden 2013 aus Schauhöhle in Lofer gerettet

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Quelle: SN

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