Chronik

Göriach ist nun offiziell eines der Bergsteigerdörfer in Österreich

Die kaum 350 Einwohner zählende Lungauer Gemeinde Göriach ist seit Sonntag offiziell in die Initiative Bergsteigerdörfer der Alpenvereine aufgenommen.

Auch die Tiroler Gemeinde Steinberg am Rofan darf sich nun Bergsteigerdorf nennen. Göriach und Steinberg werden sich gemeinsam mit dem Österreichischen Alpenverein für die Gestaltung eines sanften und nachhaltigen Alpintourismus einsetzen, der Natur und lokale Kultur wertschätzt und kleine und feine Orte im Alpenraum bewahrt.

Gleichzeitig verpflichten sich die Dörfer, an Ort und Stelle auf zukunftsfähige Entwicklungen und Zusammenhänge zu achten, besonders in den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Raumplanung, Tourismus und Mobilität. Mit dem Beitritt bekennen sich die Gemeinden zudem zur Umsetzung der Alpenkonvention auf Gemeindeebene.

Göriach - Paradiese sind klein

Eingerahmt von den Gipfeln der Schladminger Tauern, darunter der Hochgolling, der mit 2863 Metern höchste des Lungaus, liegt Göriach. Ein kleines Paradies, wie es Reinhard Radebner, bis Juli Göriachs Bürgermeister, gern bezeichnet. "Paradiese sollten nur durch einen sanften Tourismus entdeckt werden", sagt er und konnte mit der Idee der Bergsteigerdörfer seine Gemeinde begeistern. Der Ansatz, mit naturnahem Bergsport und einem dazu passenden Angebot eine positive und gesamtheitlich nachhaltige Entwicklung anzuregen, passt gut zu dem Dorf, das auch Teil des UNESCO-Biosphärenparks Lungau ist.

Das Hüttendorf, ein Almensemble im Talschluss, ist ein beliebtes Ausflugsziel und Ausgangspunkt für eine Vielzahl an Wanderungen, wie etwa zu den idyllischen Landawirseen und der gleichnamigen Alpenvereinshütte. Im Winter zählen Gumma (2316 m) und Gensgitsch (2279 m) zu den lohnenden Skitourenbergen des Lungaus und jenen, die im Winter Talnähe bevorzugen, steht die Winkelloipe für ausgedehnte Langlaufrunden zur Verfügung.

Ein Netzwerk aus 35 Orten

Auch die internationale Zusammenarbeit ist eine Besonderheit der Bergsteigerdörfer, denn in diesem Netzwerk sind inzwischen 35 Orte und Regionen in fünf Alpenländern vereint. "Diese kleinen Gemeinden schaffen es, einen nachhaltigeren Weg abseits des Massentourismus zu gehen und mit Weitblick zu handeln. Dabei machen sie die Ziele der Alpenkonvention erlebbar", sagt Alenka Smerkolj, Generalsekretärin der Alpenkonvention.

Weitere Informationen unter www.bergsteigerdoerfer.org

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