Chronik

Grande Dame des Tourismus tritt ab

Eva Salchegger kennt die Tourismusbranche seit 41 Jahren. Sie übergibt die Geschäftsführung in Filzmoos nun an Nachfolger Peter Donabauer.

 SN/sw/riedler

Manche Plätze in der Natur vermitteln Ruhe, berühren uns emotional. Plätze, an denen man sich wohlfühlen und wo man im wahrsten Sinne abschalten kann. In Filzmoos gibt es gleich 16 davon - auch Kraftplätze genannt.

Eva Salchegger war bei deren Entwicklung dabei. Seit 2001 leitet sie das Tourismusbüro als Geschäftsführerin und seit gut vier Jahrzehnten gestaltete sie die Entwicklung im Tourismus in Filzmoos aktiv mit: "Ich habe mit der ersten Ballonwoche in Filzmoos begonnen", erzählt sie im Rückblick. Vieles ist in die- ser Zeit im beschaulichen Filzmoos passiert: Man kam zu Österreichs Wanderdörfern dazu, es wurden spezielle Themenwanderwege, neue Langlaufloipen oder eine Kneippanlage entworfen und die erwähnten Kraftplätze entstanden.

Seit 28 Jahren ist Filzmoos auch bekannt für die Auftritte von international bekannten Künstlern aus aller Welt im Rahmen eines Benefizkonzertes für die UNICEF, entwickelt von einem begeisterten Urlauber gemeinsam mit dem Tourismusverband. "Toll - mit so bekannten und doch völlig unkomplizierten Künstlern zu arbeiten."

Besonders stolz ist Eva Salchegger auch auf "ihren" idyllischen Adventmarkt, den sie seit zehn Jahren leitet: "Auch hier kann man stimmige Momente der Ruhe ganz bewusst spüren", sagt sie zu dem, was heute im Trend ist und in Filzmoos schon viele Jahre stattfindet.

Dazu gehörte von Beginn an Regionales und Selbstgemachtes und natürlich die sehr bekannte Weihnachtsidylle, eine Idee übrigens von Franz Taferner, PN-Redakteur. Der Christkindlmarkt in Filzmoos hat sogar einen historischen Hintergrund:

Als Filzmoos nur aus einer Kapelle und Viehweide ringsumher bestand, waren es Hirten, die ein Glöcklein gehört haben sollen. Sie folgten dem Läuten, das sie in die Kapelle führte: Dort sollen sie ein geschnitztes Jesuskind gefunden haben. Das "Filzmooser Kindl" ist inzwischen in der Wallfahrtskirche von Filzmoos untergebracht. Noch heute pilgern viele Menschen dorthin, um Kraft zu tanken und Heilung zu finden. Genauso wie jährlich Tausende begeisterte Wandertouristen, die rund um die Bischofsmütze unterwegs sind. Mit und von ihnen hat die 58-Jährige in ihrer Zeit viel erlebt und gelernt, auch, worauf man so alles achten muss: "Einmal kam eine Touristin nach einer Pferdekutschenfahrt ins Büro und beschwerte sich", lacht Salchegger, "denn niemand hätte ihr gesagt, dass sie mit einer Pferdeallergie nicht mit der Kutsche mitfahren könne."

Nun freut sie sich auf ruhige Tage, obwohl sie als Projektmanagerin dem Tourismus erhalten bleibt. So betreut sie das "Salzburger Sportwelt Gipfelspiel" und macht "ganz sicher die Ausbildung zur Wanderführerin, etwas, das ich schon längst machen wollte". Vielleicht auch deshalb, damit sie weiterhin viele Menschen zu den schönsten Plätzen in "ihrem" Filzmoos führen kann.


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