Chronik

GROHAG nimmt topmoderne Wetterstationen in Betrieb

Die zwei neuen Wetterstationen entlang der Großglockner Hochalpenstraße sorgen für mehr Lawinensicherheit in den Hohen Tauern.

Die neue Wetterstation am Fuscher Törlkopf: Michael Butschek (Land Salzburg, Lawinenwarnzentrale), Stefan Rieger und Thomas Noel von der GROHAG, Georg Bernsteiner (Großglockner Bergbahnen, Betriebsleiter), Franz Scherer (Vizebürgermeister Fusch) und GROHAG-Vorstand Johannes Hörl (von links). <br><br> SN/grohag
Die neue Wetterstation am Fuscher Törlkopf: Michael Butschek (Land Salzburg, Lawinenwarnzentrale), Stefan Rieger und Thomas Noel von der GROHAG, Georg Bernsteiner (Großglockner Bergbahnen, Betriebsleiter), Franz Scherer (Vizebürgermeister Fusch) und GROHAG-Vorstand Johannes Hörl (von links).

An der Großglockner Hochalpenstraße wurden nun oberhalb der Fuscher Lacke und am Fuscher Törlkopf zwei neue Wetterstationen in Betrieb genommen, die alle Stückerl spielen. Die Stationen ermöglichen es den Meteorologen und örtlichen Lawinenkommissionen die genaue Zusammensetzung der Schneedecke zu durchleuchten, mehr aktuelle Informationen zu erhalten und auch Daten der Vergangenheit besser zu bewerten. "Damit tragen diese Wetterstationen zu mehr Lawinensicherheit und einer verbesserten Klimaforschung bei", heißt es bei der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG).
Die neue Wetterstation oberhalb der Fuscher Lacke (2302 Meter) liefert umfangreiche Wetterdaten an die Webserver der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Besonders vielversprechend sind die neuen Möglichkeiten für die Lawinenforschung und -warnung: Im Winter zeichnet die Anlage nicht nur die aktuelle Schneelage auf, sondern auch deren zeitliche Veränderungen. Dabei spielt die integrierte Temperaturmessung in der Schneedecke eine wichtige Rolle. Dadurch können die Experten sogenannte Schwachschichten in der Schneedecke besser erkennen und ihre Lawinenwarnungen optimieren.
Die neue Wetterstation am Fuscher Törlkopf (2455 Meter) ist mit einer Anlage zur Windmessung verbunden. Damit werden die bei der Entstehung von Lawinen beteiligten Schneeverfrachtungen besser erkennbar.
Auch im Sommer liefern die Stationen den Meteorologen, der Bergrettung und den Tourismusverbänden nützliche Daten. Insbesondere die ZAMG mit den Lawinenwarndiensten der Länder sind Nutznießer und können so eine geografische Lücke bei der Erfassung von Wetterdaten im Hochgebirge der Hohen Tauern schließen. Zeitgleich mit der Errichtung der neuen Anlagen wurde auch die bestehende Wetterstation auf der Kärntner Seite der Großglockner Hochalpenstraße (Mesenaten) dem Stand der Technik angepasst.
Mit diesen Investitionen werden rund ums Jahr Wind, Temperatur, Sonneneinstrahlung und Luftfeuchtigkeit gemessen, um kurz- und langfristige Prognosen zu ermöglichen. Darüber hinaus liefern alle drei hochalpinen Messpunkte wertvolle Daten zum besseren Verständnis der Klimaentwicklung und sind daher auch aus wissenschaftlicher Sicht ein wesentlicher Baustein für eine möglichst lückenlose alpine Klimaforschung.

Die Errichtungskosten der neuen Stationen betrugen 50.000 Euro, das Land förderte die Errichtung mit 10.000 Euro. Die Bergbahnen Heiligenblut, die Gemeinden Heiligenblut am Großglockner sowie Fusch an der Großglocknerstraße haben ebenso eine Beteiligung zugesagt.

Quelle: SN

Aufgerufen am 16.07.2019 um 02:15 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/grohag-nimmt-topmoderne-wetterstationen-in-betrieb-73289908

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