Chronik

Große Trockenheit in Salzburg: Wird Feuerwerk zur Gefahr?

Das Land Salzburg und Meteorologen weisen erneut auf die außergewöhnliche Trockenheit in diesem Jahr hin. Heuer gab es bereits 58 Wald- und Vegetationsbrände.

Das Jahr 2018, vor allem das Sommerhalbjahr, werde als eines der trockensten und wärmsten in der Messgeschichte eingehen. Das vermeldet Bernhard Niedermoser, Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), in einer Aussendung des Landes Salzburg. Heuer habe es bereits 58 Wald- und Vegetationsbrände gegeben, also weit mehr als in einem Durchschnittsjahr. Und auch das Silvesterfeuerwerk könnte zur Gefahr werden, sagt Niedermoser. "Aufgrund der aktuellen Situation ist zu befürchten, dass sich diese Trockenheit auch weit in den Dezember hinein erstreckt. Ich denke da bereits an die Silvesterfeuerwerke, die dadurch gefährlich werden könnten."

Extremwetter hatte massive Auswirkungen

Das heurige Extremwetter brachte auch ungewöhnlich viele Waldbrände. Während zwischen 2008 und 2017 insgesamt 97 Vegetationsbrände gezählt wurden, also durchschnittlich etwa zehn pro Sommer, gab es heuer bereits 58 Brände, sagt Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). "Die meisten Einsatzstunden, 70 Prozent, entfielen auf die Feuer in den Wäldern. Der Einsatz am Untersberg forderte die Löschmannschaften zwei Tage lang", sagt Schwaiger. Die extreme Situation habe die Bezirksverwaltungsbehörden schnell reagieren lassen, zahlreiche Waldbrandverordnungen traten in Kraft. "Ich bin überzeugt, dass dadurch vieles verhindert werden konnte", sagt Schwaiger.

Sommer 2018 Vetreter des kommenden Klimas

Allerdings werde es inZukunft häufiger Sommer wie den vergangenen geben, sagt Meteorologe Niedermoser. "Die Prognosen zeigen ein klares Bild: Die Sommer in Salzburg werden in den kommenden Jahrzehnten wärmer und vor allem auch trockener. Das Jahr 2018 ist somit ein Vertreter des kommenden Klimas. Das allgemeine Gefährdungspotenzial für Wald-und Flurbrände steigt. Man wird sich somit in Zukunft noch mehr mit dem Thema auseinandersetzen müssen - sowohl in der angewandten Forschung, der Prognose, der Warnung und Information als auch in der operationellen Schadensbekämpfung", sagt Bernhard Niedermoser.

Quelle: SN

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