Chronik

Großer Optimismus vor dem Start der Skisaison in Salzburg

Salzburgs Wintersportorte jubeln über die Schneelage und erwarten sich eine tolle Saison. Schon diese Woche öffnen die ersten Skigebiete.

Großer Optimismus vor dem Start der Skisaison in Salzburg SN/berthold schmid
Frühzeitiges Tourenskivergnügen in Obertauern: Die Seekirchnerin Lisa Hollaus auf der Kringsalm in Obertauern.

Es kommt nicht oft vor, dass Gastronomen und Touristiker frohlocken, doch diese Novemberwoche ist es so weit: "Minusgrade für die künstliche Beschneiung und dann noch 50 bis 80 Zentimeter Naturschnee. Es ist einfach perfekt", sagt Roland Kindl, Tourismusobmann in Obertauern. Bereits übermorgen, Mittwoch, öffnen die Liftanlagen und die Tourismusmaschinerie am Tauern, die in der Saison 2015/16 insgesamt 1.034.000 Nächtigungen gezählt hat, läuft mit Vollgas an.

Vor dem Saisonstart seien auch viele Millionen Euro in die Hotelinfrastruktur investiert worden, sagt Kindl und nennt Beispiele: "Die Hotels Cinderella und Taurach der Familie Gruber, das Hotel Perner und auch das Hotel Rigele haben große Summen in die Qualitätsverbesserung gesteckt. Sehenswert auch die Investition im Lürzerhof in Untertauern: Dort ist ein gewaltiger Wellnessbereich entstanden."

Ungeachtet der Millioneninvestitionen bekam man am Wochenende bereits einen Vorgeschmack auf das Skivergnügen geboten: Rund 200 Skitourengeher waren allein am Sonntagvormittag in Obertauern unterwegs. "Es ist voll geil, der Schnee ist pulvrig, einfach fabelhaft", schildert Lisa Hollaus aus Seekirchen, nachdem sie vom Seekareck abgefahren war.

Ähnlich auch die Begeisterung bei Sabine Klausriegler und Kurt Wallner aus Golling, die eine Tour übers Seekareck zum Hundskogel gegangen waren. "Es war einfach nur herrlich", lautete ihr Kommentar nach der Rückkehr am Parkplatz der Zehnerkarbahn.

Willy Harbeck und Christl Ortner aus dem bayerischen Bad Griesbach waren am Sonntag extra für eine Skitour am Tauern angereist: "Heute sind hier kanadische Verhältnisse wie beim Heliskiing. Jungfräulicher Pulverschnee, kein Trubel und vor allem große Freundlichkeit der Leute hier", sagten die beiden. Sie hätten am Tag zuvor angerufen und sich auch beim Tourismusverband erkundigt, ob Skitourengeher über die Pisten gehen dürften. Die Antwort sei ein freund liches Ja gewesen. "Gegenüber Skitourengehern sind wir hier sehr liberal", bestätigte Roland Kindl. Klar sei, dass diese gern kämen, wenn andernorts weniger Schnee liege. Aber in der Hauptsaison sind es nicht viele und diese verteilen sich ganz gut über das gesamte Gebiet.

Etwas anders jedoch die Situation am Fanningberg im Lungau und im Skigebiet Zauchensee: Dort mokierten sich Liftbetreiber über Tourengeher, die trotz Verbotstafeln in die Pisten gegangen sind. "Es liegen noch Schläuche und Kabel von der Beschneiung draußen. So macht ihr den Liftbetreibern keine Freude. Es ist oft kein Wunder, wenn die Pisten gesperrt werden", wetterte Josef Bogensberger vom Fanningberg im Lungau auf Facebook.

Die Salzburger Bergrettung hatte bereits am Samstag auf Facebook gepostet: "Wenn nahezu 100 unvernünftige Skitourengeher in abgesperrte Pistenbereiche, wo offensichtlich noch mit Winden gearbeitet wird, hineinrennen und fahren, anstatt die freigegebenen zu nutzen, brauchen wir ganz offensichtlich keine Diskussionen mehr, sondern nur Verbote. Leute, kann es das sein?"

Aufgerufen am 19.11.2018 um 01:59 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/grosser-optimismus-vor-dem-start-der-skisaison-in-salzburg-888700

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