Chronik

Gut Guggenthal: Bauschutt verhindert Ermittlungen

Der Brandsachverständige Walter Kittl wartet weiter auf die Entfernung von Bauschutt in der abgebrannten Brauerei. Er vermutet allerdings eine größere Zündquelle als Brandursache.

Erst wenn der Schutt weggeräumt ist, kann man genaueres zu der Brandursache sagen. SN/robert ratzer
Erst wenn der Schutt weggeräumt ist, kann man genaueres zu der Brandursache sagen.

Nach dem Großbrand in der alten Brauerei von Gut Guggenthal bei Koppl ist die Suche nach der Brandursache noch nicht abgeschossen. Nach wie vor behindert Bauschutt die Ermittlungen an jener Stelle, an der der Brand ausgebrochen ist. Der Brandsachverständige Walter Kittl war am Dienstag noch einmal in der Brandruine. Für ihn hat sich der Verdacht erhärtet, dass der Brand im Ersten Obergeschoß ausgebrochen ist.

"Die Ausbruchsstelle liegt in einem Raum, der etwa 70 Quadratmeter groß ist. Allerdings liegt dort der Bauschutt bis zu einem Meter hoch. Da ist es auch klar, dass die Brandmittelspürhunde an der Stelle noch nichts gefunden haben."

Laut Polizei kamen bei dem Feuer keine Brandbeschleuniger zum Einsatz. Kittl vermutet allerdings, dass man noch fündig wird, wenn der Schutt erst einmal weggeräumt ist. "So wie der Brand erfolgt ist, muss er mit einer Unterstützung angegangen worden sein. Sonst hätte er sich nicht so schnell ausgebreitet." Kittl geht davon aus, dass eine Zündquelle in das Gebäude eingebracht wurde.

"Der Funkenflug von dem nahen Sonnwendfeuer kann ausgeschlossen werden. Auch mit einer Zigarettenglut ist der Brand nicht zu erklären." Was den Brand genau auslöste, lässt sich aber erst nach dem Entfernen des Bauschutts sagen. Kittl hofft, dass dies noch im Laufe der Woche erledigt wird. Einen weiteren Verdacht kann er aber ausschließen. "Jemand hat Kanister in einem Gebäudeteil gefunden. Die waren aber leer."

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