Chronik

Haftstrafen: Drei junge Afghanen vergewaltigten Burschen

Die drei 18-jährigen Asylbewerber zwangen laut Gericht einen gleichaltrigen Landsmann in einer Höhle zu massiven sexuellen Handlungen.

Haftstrafen: Drei junge Afghanen vergewaltigten Burschen SN/bilderbox
Symbolbild.

Der Anklagevorwurf von Staatsanwalt Andreas Allex war massiv: Drei 18-jährige Flüchtlinge aus Afghanistan sollen einen gleichaltrigen Mitbewohner aus ihrer Asylunterkunft im Tennengau im März dieses Jahres unter Todesdrohungen vergewaltigt haben. Tatort war demnach eine Höhle in der Nähe des Flüchtlingsquartiers. "Entweder du ziehst Dich aus oder Du bist tot", hatten die drei Afghanen laut Staatsanwalt dem Opfer unter Schlägen und unter Vorhalt einer Glasscherbe angedroht, ehe sie sich an ihm vergingen.

Am Montag wurden die drei Burschen - laut Strafgesetz so genannte Junge Erwachsene - nun am Landesgericht von einem Jugendschöffensenat schuldig erkannt. Die drei nicht geständigen Burschen erhielten Gefängnisstrafen zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die Urteile des Senats (Vorsitz: Richterin Madeleine Vilsecker) sind bereits rechtskräftig.

Die Angeklagten sprachen von "freiwilligem Sex"

Im bereits im Juli eröffneten Prozess hatten die drei jungen Angeklagten beteuert, der Geschlechtsverkehr mit dem gleichaltrigen Afghanen sei auf freiwilliger Basis erfolgt. Dieser habe sogar angeboten, gegen Bezahlung von jeweils zehn Euro für sexuelle Handlungen zur Verfügung zu stehen. "Wir waren damals betrunken. ich hatte früher schon homosexuelle Erfahrungen. Als das Angebot gekommen ist, hat mich das gereizt" , meinte etwa einer der Angeklagten.

Der Schöffensenat schenkte der Verantwortung des Trios jedoch keinen Glauben, sondern hielt vielmehr die schwer belastenden Angaben des Opfers für glaubwürdig. Der Strafrahmen für das zuvor unbescholtene Trio betrug bis zu zehn Jahre Haft.

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