Chronik

Hallein hat die Salzach "für 100 Jahre" gebändigt

Der Hochwasserschutz mit seinen hohen Mauern und gerodeten Böschungen war umstritten. Er soll die Bewohner der Salinenstadt vor verheerenden Überflutungen schützen.

Hallein hat die Salzach "für 100 Jahre" gebändigt SN/robert ratzer
Der neue Hochwasserschutz in Hallein.

Fünf Millionen Euro - so hoch wurden beim so genannten Jahrhunderthochwasser 2002 in Hallein die Schäden beziffert. Nicht nur die Hochwasser führende Salzach war damals das Problem - die Bäche aus dem Hinterland, zum Beispiel vom Adneter Riedl - konnten nicht mehr abfließen und lösten nie dagewesene Überflutungen aus. Ein Mensch starb.

Doch wer geglaubt hatte, so etwas komme, dem Namen entsprechend, nur einmal in 100 Jahren vor, wurde eines Besseren belehrt: Bereits 2013 folgte das nächste große Hochwasser. Die Baumaßnahmen, die drei Jahre zuvor in Hallein begonnen hatten, verhinderten das Schlimmste. Doch die hohen Mauern und die gerodeten Uferböschungen lösten auch Proteste und Unmut aus. Nun ist Gras über die Böschungen gewachsen. Von kritischen Stimmen hört man kaum mehr etwas.

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