Chronik

Halleiner Arbeitsinitiative hilft seit 30 Jahren auf die Beine

Wer einen Job sucht und keinen findet, ist bei der Halleiner Arbeitsinitiative an der richtigen Adresse. Das 30-jährige Bestehen wurde mit viel Herz gefeiert.

Es begann alles mit einer Kartei, die Diego Sieber vor 30 Jahren als Mitarbeiter des Arbeitsamts in die Hände bekam. "Da waren 140 Jugendliche gelistet, alle mit Vorstrafe, alle arbeitslos", erzählt er. Was also tun? Er nahm Kontakt auf mit dem Bewährungshelfer Peter Lindinger. "Sozialhilfe war keine Option. Die sollen was hackeln, die Buam", war sein Credo.

Sieber überzeugte seinen Chef, Gerhard Seitner, und mit Unterstützung durch den Zweiten Landtagspräsidenten Michael Neureiter wurde der Verein "Halleiner Arbeitsloseninitiative" gegründet. Neureiter wurde dessen erster Obmann.

Eine Erfolgsgeschichte

Waren es früher hauptsächlich Jugendliche oder Männerarbeitsplätze, hat sich das Bild heute gewandelt. Aus dem Verein wurde eine GmbH, mit dem Second-Hand-Laden "fair-kauf" kamen 2010 auch Frauenarbeitsplätze im Einzelhandel dazu.

Heute gibt es 24 Arbeitsplätze, die auf ein Jahr befristet sind. Die Klienten der Halleiner Arbeitsinitiative (HAI), wie sie mittlerweile heißt, erhalten maßgeschneiderte Trainings und Hilfe bei diversen Problemen - seien es chronische Erkrankungen, Sucht oder Schulden.

Vom Sozialprojekt zum anerkannten sozialen Unternehmen

Seit der Gründung 1986 waren bei der HAI rund 760 Frauen und Männer befristet beschäftigt. Dazu kommen 74 Frauen, die seit 2010 im Second-Hand-Geschäft gearbeitet haben.

Wie nachhaltig die HAI arbeitet, zeigen die Zahlen: In den vergangenen fünf Jahren waren mehr als die Hälfte der Transitarbeitskräfte (52 Prozent) drei Monate nach Beendigung ihres befristeten Dienstverhältnisses bei der HAI wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt. In Jahren mit weniger angespanntem Arbeitsmarkt lag die Integrationsrate sogar bei rund zwei Drittel der HAI-Klienten.

Mittlerweile nehmen zahlreiche Firmen sowie die Stadtgemeinde Hallein die Dienstleistungen der HAI in Anspruch - etwa Transporte, Entrümpelungen oder Übersiedelungen. Für die Stadtgemeinde Hallein übernimmt die HAI die Wartung der Wertstoffsammelplätze sowie zum Teil die Pflege der Grünanlagen und die anfallenden Näharbeiten.

Die HAI wird vom Land Salzburg mit 350.000 Euro jährlich unterstützt, vom AMS erhält sie 400.000 bis 450.000 Euro. Rund 40 Prozent des Budgets erwirtschaftet die HAI mit eigenen Dienstleistungen.

Ein Video des Landespressebüros gibt Einblick in die Arbeit der HAI:

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Quelle: SN

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