Chronik

Halleiner Büro für Interkulturelles Zusammenleben wird 10

Das Büro für Interkulturelles Zusammenleben (IKU) feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem mehrtägigen Fest. Die Herausforderungen für die Mitarbeiterinnen haben sich über die Jahre verändert.

arbenfrohe Gewürze, „The Late Bloomers“ und internationale Speisen – das Halleiner Büro für Interkulturelles Zusammenleben feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem bunten Programm.  SN/sw/iku
arbenfrohe Gewürze, „The Late Bloomers“ und internationale Speisen – das Halleiner Büro für Interkulturelles Zusammenleben feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem bunten Programm. 

Exakt 2060 Klienten aus 30 Nationen haben Gerlinde Ulucinar und ihr Team im Vorjahr im IKU-Büro am Schöndorfer-Platz in Hallein beraten - mehr als vier Mal so viele wie im ersten vollen Jahr 2010. "Unsere Arbeit besteht in erster Linie aus Vermittlung", sagt IKU-Leiterin Gerlinde Ulucinar. Während es anfangs vor allem darum ging, Begegnung zu schaffen, widmet sich das IKU heute auch Themen wie der Demokratieerziehung an Schulen oder der Freizeitgestaltung für sozial schwache Familien.

Wer im Vorjahr das IKU aus eigenen Stücken aufgesucht hat, tat das laut Jahresbericht vor allem wegen finanzieller Probleme oder aufgrund der Wohnsituation. Die größte Gruppe der IKU-Klienten im Vorjahr waren als Folge der Flüchtlingskrise Syrer, gefolgt von Österreichern, Türken und Bosniern. "Unsere Klienten und ihre Bedürfnisse wandeln sich im Laufe der Jahre", sagt Ulucinar. "Hier sind wir sozusagen Antennen dafür, woran in Hallein geschraubt werden muss."

Als das Büro für Interkulturelles Zusammenleben (IKU) im Jahr 2009 gegründet wurde, war das ein Schritt weg von der ausschließlich ehrenamtlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Integration hin zu einer Professionalisierung. Gab es davor lediglich ehrenamtliche Integrationsarbeit in Form des Vereins "Kristall", wurde 2009 mit dem IKU eine vom Land Salzburg und der Stadtgemeinde Hallein gemeinsam finanzierte Anlaufstelle für Fragen zu sämtlichen Bereichen des kulturellen Zusammenlebens geschaffen. Der anfänglichen Einzelkämpferin Gerlinde Ulucinar wurden bald zwei Mitarbeiterinnen zur Seite gestellt, die bis heute beim IKU beschäftigt sind.

Viertägiges Festival mit zahlreichen Partnern

Das zehnjährige Bestehen feiert das Büro für Interkulturelles Zusammenleben im Rahmen der IKU-Festivaltage von 8. bis 11. Mai. Am ersten Tag wird die Ausstellung "50 Jahre Migration als Teil der Stadtgeschichte Halleins" im Keltenmuseum eröffnet. Dazu gibt es Melodien und Tänze aus verschiedenen Ländern vom Tanzorchester des Musikums Hallein. Dazu wird der Film "Geteiltes Glück" von Hans-Peter Traunig gezeigt.

An den weiteren Festivaltagen gibt es unter anderem ein Theaterstück zum Thema Integration im Theaterobjekt zu sehen. Dazu kommen zahlreiche kulinarische Grenzgänge, Workshops, Lesungen und vieles mehr. Mit dem Café Braun, dem Café Klappacher, der Café Bar Sole und dem GelatOK konnten gleich vier Halleiner Betriebe als Kooperationspartner des Festivals gewonnen werden.

Aufgerufen am 05.12.2020 um 10:23 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/halleiner-buero-fuer-interkulturelles-zusammenleben-wird-10-67884115

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