Chronik

Halleiner Kulturtage: Bilanz mit Wermutstropfen

Die Besucherzahlen bei den heurigen Kulturtagen blieb hinter den Erwartungen zurück - nicht nur wetterbedingt. Das Festival an sich, als gemeinsame Anstrengung der Halleiner Kulturinitiativen, ist unbestritten, aber nun soll an einigen, auch großen Schrauben gedreht werden.

Abschließendes Highlight: Manfred Wambachers (Mitte) Uraufführung „Bummskazz im Ziegelstadl.  SN/sw/oswald wintersteller
Abschließendes Highlight: Manfred Wambachers (Mitte) Uraufführung „Bummskazz im Ziegelstadl.

Selbst der abschließende Höhepunkt der Kulturtage hatte für Insider eine negative Fußnote - denn eigentlich hätte die ausverkaufte Uraufführung von Manfred Wambachers Programm "Bumskazz" nicht im Ziegelstadl, sondern im weit größeren Stadttheater stattfinden sollen. In dieses hatte sich aber schon eine Salzburger Balletschule eingemietet. "Auch den Ziegelstadl konnten wir vorige Woche einmal nicht nutzen, weil dort eine Hochzeit gebucht war, und die Alte Schmiede ist jetzt dauerhaft von den Festspielen belegt. Das finde ich eigentlich schon untragbar, dass die Halleiner Kulturschaffenden nicht einmal zu den Kulturtagen die stadteigenen Gebäude nutzen können", sagt Gerhard Angerer vom Kulturforum. "Da stelle ich mir die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, in diesem Zeitraum so ein Festival abzuhalten."

Mietpreise der stadteigenen Kulturstätten in der Kritik

Auch die Mietpreise der stadteigenen Kulturstätten waren einmal mehr ein Thema: "Wir hatten hier schon auf ein Entgegenkommen der Stadt gehofft, bekamen aber den Standardpreis für Halleiner Vereine von brutto 600 Euro pro Tag", sagt Simone Seymer, Geschäftsführerin des Kulturvereins Sudhaus, der die Koordination der Kulturtage überhatte. "Und da kommen noch Technik und Personal dazu, da kannst du schon fast ins Stadtkino gehen, was aber für viele Veranstaltungen natürlich viel zu groß ist."

Ein Kritikpunkt, den die Stadtpolitik bereits gut kennt: Kulturstadträtin Rosa Bock und Bgm. Alexander Stangassinger (SPÖ) hatten kürzlich schon in einem TN-Bericht betont, bis Herbst werde ein neues Konzept für eine transparentere Preisgestaltung der städtischen Veranstaltungsstätten entwickelt werden.

Künstlerische Highlights, aber "schlechtes Wetter"

Davon abgesehen, war das warme Sommerwetter ein Problem: "Es gab tolle Highlights wie ,Bumskazz' oder die Aufführungen von ,Bodi end sole', auch das Musikum-Stadtfest kam sehr gut an. Insgesamt sind aufgrund der Hitze aber sicher weniger Leute gekommen, als möglich gewesen wäre, die Zuschauerzahlen waren auf jeden Fall schlechter als letztes Jahr", sagt Seymer.

Vieles habe dennoch gut funktioniert, vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Initiativen in der Bewerbung, im Ticketing etc., "das hatte gemeinsam viel mehr Kraft als einzelne Kulturveranstaltungen, die Leute wurden grundsätzlich auf Hallein aufmerksam".

Wie soll die Tradition weitergeführt werden?

Ein kooperatives Festival der Halleiner Kulturinitiativen wie die Kulturtage sei daher unbestritten, meint Seymer: "Aber wir müssen uns fragen, sprechen wir noch alle Halleiner an, ist das Festival zu lang, sind es zu viele Veranstaltungen, muss es in einem anderen Zeitraum stattfinden etc. Wir müssen einfach besprechen, wie wir diese Tradition weiterführen."

Aufgerufen am 22.08.2019 um 04:55 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/halleiner-kulturtage-bilanz-mit-wermutstropfen-72941347

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