Chronik

Halleiner Rennradfahrer bei Crash in Bayern getötet

Acht Salzburger Radfahrer verunglückten im bayerischen Altötting: Ein Pkw-Lenker war dem Gegenverkehr ausgewichen und in die Gruppe gefahren. Ein 61-jähriger Tennengauer starb.

"Von der Staatsanwaltschaft Traunstein ist ein Sachverständiger bestellt worden, der den genauen Unfallhergang rekonstruieren soll. Er wird alle beteiligten Unfallfahrzeuge genau untersuchen", sagte am Donnerstag Hannes Schneider, Leiter der Polizeiinspektion im bayrischen Altötting. Nach bisherigen Ermittlungen passierte Folgendes:

Eine Gruppe von acht Radfahrern aus Salzburg befand sich am Mittwoch gegen 21.30 Uhr auf der Staatsstraße zwischen Altötting und Burgkirchen. Im Gemeindegebiet von Kastl näherte sich ein 33-jähriger Pkw-Lenker aus Altötting von hinten. Auf der rund acht Meter breiten Straße dürfte er die Radfahrgruppe zu spät bemerkt haben. "Nach ersten Erkenntnissen ist der Autofahrer nach links ausgewichen. Plötzlich sei er mit einem Gegenverkehr konfrontiert gewesen und habe nach rechts gelenkt, direkt in die Radfahrergruppe", sagte Hannes Schneider.

Auto erfasste Halleiner

Das Auto, ein Opel, erfasste dabei den 61-jährigen Halleiner direkt. Er starb noch an der Unfallstelle. Zwei weitere Radkollegen wurden nach Darstellung der Polizei schwerst verletzt. Einer von ihnen musste mit dem Notarzthubschrauber in ein Klinikum nach Regensburg geflogen werden. Die anderen Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Nur einer der achtköpfigen Gruppe blieb unversehrt.

Autofahrer war nicht alkoholisiert

Bei den acht Salzburgern im Alter von 20 bis 61 Jahren handelt es sich um eine radbegeisterte Freundesgruppe, die wiederholt Ausfahrten unternahmen und auch neue Modelle aus dem Salzburger Bikepalast erprobten.

Der 33-jährige Autofahrer sei nicht alkoholisiert gewesen, betonte ein Polizeisprecher. Nach dem Unfall habe er auch gleich Erste Hilfe geleistet und stünde noch unter Schock. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften inklusive Kriseninterventionsteam stand bis Donnerstag um 1.30 Uhr auf der gesperrten Straße im Einsatz.

In der Folge werde der bestellte Sachverständige auch untersuchen, ob die Radfahrer mit einer ausreichenden Beleuchtung unterwegs gewesen sind, sagte der Polizeisprecher. Wobei ein Umstand noch zu prüfen sei: Parallel zur Staatsstraße verlaufe ein Radweg. Diesen hätten die Radfahrer auch benützen müssen, so Hannes Schneider. In Österreich seien die Bestimmungen anders: Hier dürften optisch erkennbare Rennradfahrer trotz vorhandenem Radweg die Hauptfahrbahn benutzen.

Die Polizeiinspektion Altötting bittet um sachdienliche Hinweis. Insbesondere Verkehrsteilnehmer des Gegenverkehrs werden gebeten, sich zu melden. Telefon: 0049/8671/9644-0.

Quelle: SN-Bes

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