Chronik

Halleinerin traf mit Bastelworkshops einen Nerv

Doris Pichler ist eigentlich Werbegrafikerin. Ganz anders kreativ ist sie in ihrer Freizeit. Dann gibt sie ihre Begeisterung fürs Basteln an andere weiter.

Doris Pichler im Café Kurkuma, wo sie jeden Dienstagnachmittag Bastelworkshops leitet. SN/sw/Strübler
Doris Pichler im Café Kurkuma, wo sie jeden Dienstagnachmittag Bastelworkshops leitet.

Es ist Dienstagnachmittag, 14.30 Uhr, Café Kurkuma in Hallein: Eine halbe Stunde vor Beginn des allwöchentlichen Bastelworkshops trudeln bereits die ersten Teilnehmerinnen ein - fast wie beim Kampf um die besten Plätze vor einem Popkonzert.

"Die Idee hat wirklich eingeschlagen", sagt Doris Pichler. Die Halleinerin hat die "Basteldienstage" vor gut einem Jahr als Projekt der von ihr geleiteten Initiative "Herz für Hallein" ins Leben gerufen. Was am Anfang noch komplett improvisiert ablief, ist mittlerweile wegen des großen Interesses - rund zehn Bastlerinnen sind jede Woche mit dabei - durchorganisiert. "Die Themen für die nächsten Wochen stehen bereits fest. Kommenden Dienstag widmen wir uns der Welt der Märchen", sagt Pichler. Teilnehmen kann jeder Erwachsene, für Kinder gibt es eine Spielecke. An jedem letzten Donnerstagabend im Monat wird beim Verein Sudhaus am Oberen Markt gebastelt.

"Umkehrung meiner eigentlichen Tätigkeit hinter dem Bildschirm."

"Meine Workshops sind die komplette Umkehr meiner eigentlichen Tätigkeit hinter dem Bildschirm", sagt Pichler. Im Brotberuf ist die 54-Jährige nämlich Werbegrafikerin. 1990 durch Zufall zur Mediaprint gekommen, machte sie sich 1998 als "md grafik" selbstständig. Die Initialen sind leicht erklärt: "Mein Mädchenname ist Moosleitner. Viele kennen mich unter diesem Namen, obwohl ich seit 14 Jahren verheiratet bin", erklärt Pichler.

Dass vielen der Name Moosleitner noch geläufig ist, dürfte auch an der Familiengeschichte liegen: "Mein Vater Horst war Meeresbiologe und führte Tauchexpeditionen im Roten Meer durch. Am 5. Juni hält er einen Vortrag im Keltenmuseum." Ihr Urgroßvater war der für seine Kreativität bekannte Erfinder Alois Fröhlich.

Der eigenen Kreativität lässt Pichler auf andere Weise ihren Lauf. Bastel- und Strickarbeiten, aufwendig gestaltete Karten und Glasperlenschmuck zeigt sie am Ostermarkt im Colloredohaus am 24. März und am Adventmarkt.

Dabei war es für Pichler nicht immer klar, dass sie in ihrer Heimatstadt bleiben würde. Wegen der Begeisterung des Vaters für das Meer führte der Familienurlaub über viele Jahre nach Griechenland. Irgendwann habe sie genug gehabt. "Als ich dann allein noch mal hingefahren bin, wäre ich aber fast dort geblieben. Aber eben nur fast." Ein Glück für die Stadt - sie wäre heute ein Stück weit weniger lebendig.

Aufgerufen am 23.09.2018 um 12:31 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/halleinerin-traf-mit-bastelworkshops-einen-nerv-25093057

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