Chronik

Hammerattacke auf Lkw-Rastplatz Mondsee: Zwei Ukrainer wegen versuchten Mordes angeklagt

Im Zusammenhang mit einer brutalen Gewaltattacke auf einen Landsmann und Berufskollegen am Ostersonntag auf dem Lkw-Parkplatz an der A1-Raststation Mondsee hat die Staatsanwaltschaft Wels zwei ukrainische Kraftfahrer wegen Mordversuchs angeklagt.

Symbolbild.  SN/sn
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Einen Termin für den Geschworenenprozess am Welser Landesgericht (Vorsitz: Richter Johannes Huber) gibt es noch keinen; der 22-jährige Erstangeklagte wird von RA Kurt Jelinek, der 44-jährige Zweitangeklagte von RA Christoph Mandl verteidigt.

Laut Anklageschrift sollen die zwei in U-Haft sitzenden Ukrainer damals den 38-jährigen Landsmann "zu töten versucht" haben, indem der 22-Jährige im Zuge einer Rauferei mit dem späteren Opfer dieses "am Rücken liegend fixierte", während sein mit einem Hammer bewaffneter 44-jähriger Arbeitskollege dem 38-Jährigen zunächst heftige Hammerschläge gegen die Beine, dann gegen den Körper und schließlich "gezielt auf den Kopf" versetzt habe. Das Opfer erlitt unter anderem ein Schädelhirntrauma mit einer Schädelfraktur. Laut Gutachten seien die Verletzungen "jedenfalls geeignet gewesen, bei dem Opfer lebensbedrohliche Verletzungen hervorzurufen", so die Anklage.

Sowohl die zwei Angeklagten als auch das Opfer waren am Vorfallstag erheblich alkoholisiert. Den Ermittlungen zufolge kam es damals gegen 16.30 Uhr zuerst zu einer verbalen und dann beidseitig tätlichen Auseinandersetzung zwischen dem Erstangeklagten (22) und dem Opfer - ebenfalls ein Kraftfahrer. Schließlich sei der Zweitangeklagte (44) mit einem Hammer in der Hand dazugekommen. Die Anklage stützt sich vor allem auf die Angaben eines weiteren, unbeteiligten Lkw-Chauffeurs; er hatte von dem Streit und der anschließenden Hammerattacke aus zehn bis 15 Metern Entfernung ein Handyvideo angefertigt und dieses später der Polizei übermittelt.

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