Chronik

Hannes Arch: Bestattung im engsten Familienkreis

Nach dem tödlichen Absturz des Extremsportlers laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Auf Wunsch der Familie wird der Wahl-Salzburger ganz privat verabschiedet.

Hannes Arch: Bestattung im engsten Familienkreis SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Tragisch verstorben: Hannes Arch.

Der tödlich verunglückte Extremsportler und Pilot Hannes Arch wird im engsten Familienkreis beigesetzt. Das teilte eine Sprecherin auf APA-Anfrage mit. Nach der Obduktion ist der Leichnam am Samstag freigegeben worden. Das Team des österreichischen Air-Race-Piloten verabschiedete sich auf seiner Website mit berührenden Worten. Unterdessen gingen die Untersuchungen zur Unfallursache weiter.

"Wir sind am Boden zerstört!", heißt es auf der Website des 48-Jährigen, der in der Nacht auf Freitag bei einem Hubschrauberabsturz nahe Heiligenblut in Kärnten ums Leben gekommen war. In dem kurzen Text nennen Archs Mitarbeiter ihn ihren "besten Freund und Bruder" - "Worte können nicht beschreiben, wie wir alle fühlen." Die Gedanken seien nun bei Archs Angehörigen - seiner Freundin Miriam, seinen Eltern, seiner Schwester und seinen Neffen.

Die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks wurden am Wochenende fortgesetzt. Erstmals konnte der zweite Insasse des Helikopters, ein 62-jähriger Deutscher, der schwer verletzt davon gekommen war, befragt werden. Kriminalpolizist Johann Reiter sagte nach der Vernehmung, dass sich aus den Angaben des Hüttenwarts kein eindeutiger Hinweis auf die Unfallursache ergebe. Bestätigt worden sei, dass Arch definitiv selbst geflogen sei. "Es wird eine Summe von mehreren Faktoren sein, die zu dem Unfall führten. Da reichen oft ein paar Kleinigkeiten", so Reiter. Der Zustand des 62-Jährigen war stabil, er werde unfallchirurgisch versorgt, sagte eine Krankenhaus-Sprecherin.

Am Samstag wurde außerdem das Unfallwrack geborgen. Die Staatsanwaltschaft ließ es beschlagnahmen. Am Montag soll es für technische Untersuchungen nach Wien gebracht werden. Johannes Woldrich, Leiter der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes im Verkehrsministerium, sagte, man werde sich etwa die Triebwerke genau anschauen und mit Herstellerfirmen Kontakt aufnehmen. Die technische Untersuchung des Wracks werde rund vier Monate dauern, schätzte Woldrich.

Der gebürtige Steirer Hannes Arch hat sich als Extremsportler einen Namen gemacht. Er war Bergsteiger, Pilot (Kunstflug, Stunt, Helikopter, Rennflugzeuge, Hängegleiter, Paragleiter), und Unternehmer. Er flog seit vielen Jahren beim Red Bull Air Race mit und holte sich als erster Europäer 2008 den Weltmeistertitel in dieser Rennserie.

Quelle: APA

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