Chronik

Happy End für die Tennengauer Salzburg-Ligisten

Nach Kuchl und Golling schaffte schließlich auch Union Hallein den Klassenerhalt in der Salzburger Liga. Ein Rückblick auf die Saison der Senkrechtstarter, Torfabriken und Fairplay-Kaiser.

Der 17-jährige Matthias Seidl vom SV Kuchl war die Tennengauer Entdeckung der Saison in der Salzburger Liga.   Schrofner
Der 17-jährige Matthias Seidl vom SV Kuchl war die Tennengauer Entdeckung der Saison in der Salzburger Liga.  

Mit Union Hallein hat im Saisonfinale auch der dritte Tennengauer Topclub den Verbleib in der Salzburger Liga fixiert. Dank des besseren Torverhältnisses konnten sich die Salinenstädter zum Abschluss eine 2:3-Heimniederlage gegen den nunmehrigen Absteiger Hallwang leisten. Unmittelbar hinter Kuchl und Golling landet man an 13. Stelle. Die TN ziehen Bilanz:

Frühjahrserwachen: Während Kuchl eine ausgeglichene Saison absolviert hat, überwinterten Golling und Hallein im Tabellenkeller. Im Frühjahr verließ man aber noch die Abstiegsränge. Vor allem Golling steigerte sich. "Wir haben uns weiterentwickelt. Konstant sind wir aber immer noch nicht", sagt Trainer Philip Buck, der weiter Luft nach oben sieht. "Positiv ist, dass wir die Klasse gehalten haben. Das interne Ziel war aber höher. Im spielerischen Bereich sind wir nicht dort, wo wir schon sein wollten."

Landescup: Kein Ruhmesblatt waren die Auftritte im Landescup. Die Clubs scheinen sich voll auf die Liga konzentriert zu haben, denn nur die Halleiner überstanden eine Runde, scheiterten dann aber an St. Koloman. Golling (gegen ATSV Salzburg) und Kuchl (gegen St. Georgen) unterlagen jeweils mit 1:2 unterklassigen Vereinen. "Da sind wir sehr ersatzgeschwächt angetreten", erklärt Kuchls Sportlicher Leiter, Christian Seidl, das frühe Aus.

Zu Hause unbesiegt: Den Kuchlern ist im weiteren Saisonverlauf dafür ein besonderes Kunststück gelungen. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Perlak kam ohne Heimniederlage durch das Jahr. In 15 Partien gab es acht Siege und sieben Unentschieden. "Damit braucht man sich nicht verstecken. Das ist eine super Leistung. Unsere Zuschauer kommen daher auch immer wieder gern", freut Seidl die Konstanz auf der heimischen Anlage.

Lebensversicherung: Verlass war in dieser Saison auch auf Gollings Mario Lürzer und Josip Lukacevic. Während Lürzer mit 29 Treffern nur knapp an der Torjägerkrone vorbeischrammte, glänzte sein kongenialer Partner mit zehn Toren und zahlreichen Vorlagen. Das Offensiv-Duo trug mit drei Vierteln aller Treffer der Gollinger maßgeblich zum Klassenerhalt bei. "Entscheidend ist aber der Zusammenhalt in der Mannschaft", betont Gollings Coach Philip Buck.

Torflaute: Die schwächste Offensive der Liga stellte Union Hallein. Die Elf von Coach Thomas Eder erzielte mit 37 Treffern sogar zwei weniger als Gollings Angriffsduo. Patrick Sparber traf neun, der prominente Winter-Neuzugang Mohamadou Idrissou in zwölf Einsätzen nur zwei Mal. "Er war aber auch Teil des Kaders, der die Mission Klassenerhalt erfüllt hat. Bei uns ist ohnehin das Teamwork der Schlüssel zum Erfolg", sagt Sportchef David König.

Senkrechtstarter: Voll eingeschlagen hat hingegen Kuchls Matthias Seidl. Der 17-jährige Wirbelwind wurde in seiner ersten Saison im Erwachsenenfußball nicht nur auf Anhieb Stamm- und Schlüsselspieler, sondern mit zwölf Treffern auch bester Kuchler Torschütze. "Vor der Saison war er eigentlich für die 1b vorgesehen. Ohne ihn wären wir aber wohl abgestiegen", sagt Christian Seidl über seinen Sohn, der Begehrlichkeiten geweckt hat. Trotz Interesse aus Anif, St. Johann und Bischofshofen bleibt der Shootingstar aber zumindest noch ein Jahr in Kuchl.

Fairplay: Obwohl alle drei Tennengauer Clubs lange in den Abstiegskampf verwickelt waren, blieben Härteeinlagen weitestgehend aus. Nur sieben Ausschlüsse stehen zu Buche. Kuchl landete in der Fairplay-Wertung des Salzburger Fußballverbands an zweiter, Golling an vierter Stelle. "Wir haben halt eine junge, brave Mannschaft. Unter dem neuen Trainer wollen wir in dieser Kategorie aber nicht mehr ganz vorn landen", verspricht Seidl mit einem Schmunzeln. Als "böser Bube" fiel einzig Gollings Patrick Kreuzbichler auf, der einmal Gelb-Rot und neun Mal Gelb sah.

Aufgerufen am 18.08.2018 um 02:39 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/happy-end-fuer-die-tennengauer-salzburg-ligisten-29144197

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