Chronik

Hass im Netz kennt keine Altersgrenze

2015 gingen allein bei einer Meldestelle 4000 Hinweise auf Hasspostings ein. Verdächtig sind Schüler wie Senioren, die Zahl der Strafverfahren steigt.

Hass im Netz kennt keine Altersgrenze SN/Robert Ratzer
Er kämpft gegen Hetze im Internet: Georg Angerer ist seit Anfang dieser Woche neuer Leiter des Salzburger Verfassungsschutzes.

Weil er sich durch ein Posting auf Facebook national sozialistisch wiederbetätigt haben soll, erhob die Salzburger Staatsanwaltschaft kürzlich gegen einen 70-jährigen Pensionisten Anklage nach dem Verbots gesetz. Der unbescholtene Salzburger (Verteidiger: RA Hellmut Prankl) klickte demnach im September 2015 bei einer Fotomontage, die das Einfahrtstor des Vernichtungslagers Auschwitz zeigt, auf "Gefällt mir". In dieser wurde der als zynische NS-Parole bekannt gewordene Schriftzug "Arbeit macht frei" durch "Asylheim" und "Wir haben wieder geöffnet" ersetzt. Zudem soll der Pensionist die Neonazi-Montage noch mit "Arbeit macht frei" kommentiert haben.

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