Chronik

Heftiger Sturm in Salzburg: 106 Feuerwehreinsätze

Umgeknickte Bäume und Stromausfälle: Ein heftiges Unwetter hat in der Nacht auf Mittwoch die Einsatzkräfte in Salzburg auf Trab gehalten.

Im Land Salzburg waren zwischen 22.45 Uhr und 1 Uhr 38 Feuerwehren mit 780 Männern und Frauen bei insgesamt 106 Einsätzen unterwegs, wie der Landesfeuerwehrverband in der Nacht mitteilte.

Gegen 23 Uhr stürzte in Straßwalchen ein vierstöckiges Baugerüst um. Acht Fahrzeuge wurden durch herabfallende Gerüstteile beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Auch in der Stadt Salzburg mussten die Einsatzkräfte mehrmals ausrücken. Ebenfalls gegen 23 Uhr kippten aufgrund des heftigen Unwetters mehrere Nadelbäume auf die B311 und die neue Zufahrtsstraße des Heizwerkes St. Martin. Die Freiwilligen Feuerwehren St. Martin, Lofer und Weißbach räumten die Bäume von der Fahrbahn. Während der Aufräumungsarbeiten musste die Straße für rund 30 Minuten gesperrt werden. Personen wurden nicht verletzt. Sturm deckte Dächer ab, Bäume stürzten um, kein StromIn Viehhofen wurde bei einem Mehrparteienhaus eine Dachhälfte durch den Sturm abgedeckt. Bei einem weiteren Gebäude wurde das komplette Dach durch den Sturm weggerissen und auf eine daneben befindliche Trafostation bzw. Stromleitung der Salzburg AG geschleudert. Es kam zu einem Stromausfall, der zweieinhalb Stunden dauerte. Auch die L111 bei Viehhofen war wegen Aufräumungsarbeiten rund 40 Minuten gesperrt.

Umgefallene Bäume haben auch die Stromversorgung für etliche Haushalte unterbrochen. Die 110-kV-Leitung zwischen Kaprun und Schwarzach sowie die 220-kV-Leitung zwischen St. Johann und Salzburg (beide von der Austrian Power Grid) sind ausgefallen, sagte der Sprecher der Salzburg AG, Sigi Kämmerer. Dadurch - und ebenfalls wegen umgestürzter Bäume - waren auch Leitungen der Salzburg Netz GmbH (eine 100-Prozent-Tochter der Salzburg AG) betroffen und im Pinzgau rund 400 Kunden ohne Strom, im Pongau waren es rund 150.

Im Flachgau waren 40 Kunden betroffen und im Tennengau 26. Wobei laut Kämmerer ein Kunde nur ein Stall sein kann, aber auch ein Mehrfamilienhaus. Sein Unternehmen habe sich mit zusätzlichen Trupps auf den Sturm vorbereitet. Teilweise seien die Schäden in der Nacht rasch behoben worden, teils können sie aber erst bei Tageslicht gefunden und repariert werden. Kämmerer zeigte sich zuversichtlich, dass der überwiegende Teil der Ausfälle noch im Lauf des Vormittages behoben werden kann. Ergiebiger Neuschnee auf den Bergen erwartet Der Sturm ist in den späten Abendstunden verbreitet mit annähernd 100 km/h über das Bundesland gefegt, sagte Michael Butschek von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg. In Abtenau wurden 99 km/h gemessen, in der Stadt Salzburg beim Flughafen waren es 82 Stundenkilometer. "Die Warnung hat gepasst", resümierte der Meteorologe. Der Schnee war am Mittwochvormittag noch nicht das große Thema in Salzburg, weil die Niederschläge zunächst recht gering ausfielen. Ab etwa 1000 Meter Seehöhe war es leicht angezuckert. Das soll sich aber laut Butschek ab dem Nachmittag ändern, weil dann stärkere Niederschläge zu erwarten seien. Ab 800 bis 1000 Meter erwartet er Neuschnee, in den Bergen sogar ergiebig. Der heftige Sturm ist seinen Angaben zufolge inzwischen vorbei. "Die erste Welle ist vorüber, jetzt ist die kalte Luft da", so der Meteorologe. Der Wind werde aber weiterhin stürmisch bleiben.

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 19.11.2018 um 07:13 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/heftiger-sturm-in-salzburg-106-feuerwehreinsaetze-3076885

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