Chronik

"Heimat beeinflusst meine Arbeit"

Kathrin Steinbacher wurde für einen bedeutenden britischen Filmpreis nominiert.

"Eine solche Nominierung ist natürlich eine schöne Sache, weil ich arbeite immer sehr lange und alleine an meinen Projekten und weiß oft gar nicht, ob das alles einen Sinn ergibt. Und ob es bei den Menschen ankommt."

Die Wagrainer Filmemacherin und Kinderbuch-Illustratorin Kathrin Steinbacher ist für den internationalen Filmpreis "British Academy Film Awards" (BAFTA) nominiert. Dieser Preis in der Kategorie "Animation" soll Anfang Februar vergeben werden.

Mit ihrem Kurzfilm "In Her Boots" ("In ihren Wanderschuhen") ist hier zum ersten Mal eine Österreicherin nominiert.

In Österreich seien Animationsfilme leider kaum verbreitet und müssten noch mit dem Vorurteil leben, dass sie für Kinder gemacht seien. Doch Steinbacher verwendet ihre Arbeit als Werkzeug, um über unangenehme Themen zu sprechen, und setzt dabei den Fokus auf handgezeichnete Filme mit starkem Design und auffälligen Charakteren: "Es geht bei meinen Filmen etwa um Fremdenhass, Unterschiede zwischen dem Stadt- und Landleben, um psychische Probleme oder wie im letzten Film ums Altwerden."

Eine übrigens extrem aufwendige Arbeit, sie hat sich auf "Frame by frame Animation" spezialisiert: "Jede einzelne Bewegung wird gezeichnet." Für fünf Sekunden Film arbeitet sie durchschnittlich etwa einen Tag.

Die Ideen zu "In Her Boots" fand Steinbacher auch in ihrer Heimat Wagrain, in der sie übrigens sehr häufig anzutreffen ist und "die mich beeinflusst". Ihr Freund stammt ebenso aus dem Pongau, aus St. Veit.

Im Film - der übrigens im Pongauer Dialekt, unter anderem von Verena Altenberger gesprochen wird - will Großmutter Hedi in ihren alten Schuhen wandern gehen: "Die Hedi ähnelt ein wenig meiner Oma. Es geht um eine sehr starke und unabhängige Persönlichkeit mit ihrem eigenen Kopf, die ihre Identität erhalten will."

Der Film soll im Sommer auch in Österreich gezeigt werden und wird auch online im Internet zu sehen sein.

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