Chronik

Heli-Flotte hebt jetzt international ab

Heli Austria investiert weiter und baut aus. In Island werden etwa ab dem Frühjahr drei Hubschrauber für das Heli-Skifahren stationiert.

In Sardinien ist von Knaus ein Hubschrauber zum Löschen von Waldbränden stationiert. heli austria
In Sardinien ist von Knaus ein Hubschrauber zum Löschen von Waldbränden stationiert.

"Wir haben gerade eine internationale Ausschreibung für Heli-Skifahren in Island gewonnen", erzählt Roy Knaus, Chef von Heli Austria und der Martin-Flugrettung. "Da waren 12 international tätige Unternehmen aus Kanada, Norwegen und Deutschland mit dabei, doch wir haben mit unserem Gesamtpaket überzeugt." So wird seine Firma ab kommendem Frühjahr vorerst mit drei Hubschraubern dort stationiert sein. Dazu kommen neue Aufträge in Spanien oder Sardinien, wo Hubschrauber für Löscharbeiten stationiert sind.

Erst Anfang des Jahres hat Heli Austria seine Flotte um zwei Maschinen des Typs "Super Puma" erweitert. Erste Einsätze im Seilbahnbereich flog der Transporthubschrauber mit einer maximalen Traglast von 4,2 Tonnen bereits in vielen Ländern. Eingesetzt wird der Transporthubschrauber bei uns überall dort, wo viel Transportleistung gefragt ist, etwa beim Bau von Seilbahnen oder Stromleitungen, bei Wildbach- und Lawinenverbauungen, bei der Holzbringung, in Katastrophenfällen oder bei Löscheinsätzen.

Roy Knaus ist einer, der sich gegen die härtesten Widersacher und gegen die stärkste Konkurrenz immer wieder durchsetzen kann. Nach dem Unfalltod von Vater Hans 1997 lag es am erst 21-jährigen Roy, die Geschicke der Firma zu leiten. Das Helikopter-Unternehmen musste Abstürze und wirtschaftliche Turbulenzen verkraften und meldete 2007 sogar Insolvenz an. Trotz einiger Tiefflüge geht es seit Jahren bei Heli Austria steil bergauf.

Zum Jahreswechsel tätigte Knaus eine starke Investition in das Rettungswesen: Der Unternehmer orderte sechs topmoderne Hubschrauber vom Typ Airbus H135T3 und H135 Helionix T3, die in Salzburg und Tirol als Notarzthubschrauber eingesetzt werden. Mittlerweile fliegen insgesamt ein gutes Dutzend Hubschrauber in der Flugrettung und im Transportflug für Heli Austria.

Sicherheit werde bei ihm großgeschrieben, sagt Knaus und hat aktuell aus diesem Grund eine Flugschule in Bad Vöslau gekauft: "Ich möchte meine Piloten künftig selbst ausbilden und die besten Persönlichkeiten aussuchen." In Bad Vöslau soll ein Flugsimulationszentrum mit Trainingsplätzen entstehen und Berufspiloten ausgebildet werden.

"Meine Mitarbeiter haben auf vielen Feldern Kompetenzen, weil sie im Sommer bei Lawinenschutz- oder Wildbachverbauungen sind und im Winter dann etwa bei Lawineneinsätzen die Gegend und diverse Tücken extrem gut kennen. Wir kommen jährlich auf etwa 8000 Flugstunden, durchschnittlich hat der Pilot 6000 Stunden. Damit geht ein Heerespilot oft schon in Pension. Dazu kommen jährlich etwa 100.000 Tauflüge", meint er stolz.

"Es wird eine 24-Stunden- Flugrettung geben"

Dass der Plafond bei den vielen Rettungshubschrauber-Einsätzen in Österreich erreicht ist, das glaubt er nicht: "Das Rettungssystem wird sogar in Richtung 24-Stunden-Betrieb gehen. Es wird künftig eine Kombination aus Rettungsflügen, Notarztwagen und Verlegungsflügen sein. Die Erwartungen an eine rasche und kompetente Versorgung sind so hoch wie nie. Dazu kommt ein verändertes Freizeitverhalten. Wir haben in Österreich prinzipiell ein hohes Niveau erreicht."


Aufgerufen am 15.12.2018 um 02:23 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/heli-flotte-hebt-jetzt-international-ab-39138511

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