Hilfe für Geflüchtete

Nach 36 Stunden im Bus: Platz in Salzburger Heim für pflegebedürftige Ukrainer

Ankunftszentrum für Flüchtlinge aus der Ukraine im Messezentrum Salzburg. SN/lmz/franz neumayr
Ankunftszentrum für Flüchtlinge aus der Ukraine im Messezentrum Salzburg.

Knapp 1000 Ukrainerinnen und Ukrainer sind mittlerweile in Salzburg aufhältig. Das berichtete Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) am Montagnachmittag im Stadtsenat. Außerdem wurde in der Sitzung bekannt, dass die Stadt auf die Schnelle auch vier stark pflegebedürftige Ukrainer in einem ihrer Seniorenheime aufgenommen hat.

Am Freitagnachmittag sei ein Bus mit rund 100 Menschen aus der Ukraine beim Messezentrum angekommen. Der Leiter der städtischen Seniorenheime berichtete, dass es seitens der Klinik keine Möglichkeit zur Versorgung der vier stark pflegebedürftigen Menschen gegeben habe. Daher habe man trotz enormen Personalmangels in den Heimen rasch eine Möglichkeit zur Unterbringung im Seniorenheim gesucht. Zumal die Pflegebedürftigen bereits 36 Stunden im Bus verbracht hätten. Es handle sich um eine Familie aus dem Westen der Ukraine, teils seien die über 80-Jährigen an Demenz oder Parkinson erkrankt beziehungsweise seien nach einer zurückliegenden Bauch-OP Wunden zu versorgen. Gegen 18 Uhr sei man mit den vier Ukrainern im Heim in Liefering angekommen. Nun werde versucht, eine Dienstwohnung aufzubereiten, damit sie dort einziehen könnten.

Die Stadt rechnet, dass dies erst der Beginn ist. Es würden noch etliche pflegebedürftige Ukrainerinnen und Ukrainer in Salzburg stranden.

Der Stadtsenat hat am Montag außerdem einen Zusatzantrag der SPÖ beschlossen und für das ukrainische Zentrum Salzburg rasch 10.000 Euro an Hilfsgeldern beschlossen.

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